Zwei Wehranlagen an der Lahn werden ersetzt
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An der Lahn ist ein Ersatzneubau der Wehre Dausenau und Nassau geplant. Im Bereich der Staustufen wird dafür von Ende Februar bis voraussichtlich Ende Mai der Baugrund inspiziert.

Im Zentrum der Erkundungen, die das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Heidelberg durchführt, stehen Bohrungen an Land und im Wasser, um genaue Daten über die Beschaffenheit und den Aufbau des Baugrundes zu erhalten. Ausgewählte Bohrlöcher werden weiterhin im Anschluss zu Grundwassermessstellen ausgebaut. Zur Gewährleistung der Sicherheit der Arbeiten finden im Vorfeld Kampfmittelsondierungen im Wasser und an Land statt.

An der Staustufe Dausenau beläuft sich die Anzahl der Bohrungen nach Angaben des WNA Heidelberg auf 30, an der Staustufe Nassau auf 25. Ein Teil der Arbeiten findet von
Schwimmpontons aus statt, ein weiterer Teil der Bohrungen wird im Bestandsbauwerk
vorgenommen. Die Erkundungstiefen der Bohrarbeiten reichen hierbei von 5 bis 20 m unter Geländeoberkante.

Der Lage der Staustufe Dausenau im Heilquellenschutzgebiet „Bad Ems“ werde in Abstimmung mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord mit einer begleitenden Überwachung begegnet, heißt es.

An beiden Staustufen werden die Baugrunderkundungsbohrungen von der Bohrgesellschaft Roßla, Berga, ausgeführt. Deren Ziel sei es, die Bohrungen in der Lahn bis Ostern und die Gesamtmaßnahme bis Ende Mai 2021 abzuschließen.

Für die geplante Gestaltung der Wehranlagen wird an beiden Staustufen ein Ersatzneubau des Bestandswehres als zweifeldriges Schlauchwehr im unmittelbaren Unterwasser der bestehenden Anlage verfolgt. Neben den Schlauchwehren werden auch Anlagen zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit geplant.

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