Auf der Maasvlakte II in Rotterdam entstehen zusätzliche Kapazitäten für den Containerumschlag. Foto: Hafenbetrieb Rotterdam
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In Europas größtem Seehafen Rotterdam wird das Gebiet Maasvlakte II im Princess-Amalia-Hafen ausgebaut. Ein wichtiger Auftrag wurde jetzt an ein Konsortium von Hochtief, Van Oord und Ballast Nedam vergeben.

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat den Bau von etwa 2,4 km Kaianlagen und Erdwällen im Princess-Amalia-Hafen in Auftrag gegeben. Es geht um »eine wesentliche Erweiterung des Containerumschlags«, heißt es. Gemeinsam habe man ein nachhaltiges und effizientes Vorgehen entwickelt. Störungen in der Umgebung sollen reduziert werden, indem der Großteil der Baumaterialien auf dem Wasserweg transportiert werden.

Die neuen Bauarbeiten finden auf beiden Seiten des Hafens statt, der etwa 2,5 km lang ist. Insgesamt umfasst dies 1.825 m Tiefseekai und 160 m Binnenschifffahrtskai. Das Projekt schließt auch den Bau eines 160 m langen Wartebereichs für die allgemeine Nutzung durch Binnenschiffe ein. Die Fertigstellung der ersten 500 m Kaimauer wird für Ende 2022 erwartet. Der letzte Teil des Projekts werde »spätestens 18 Monaten« später abgeschlossen sein.

Die Kajen sollen auf eine Tiefe von mehr als 20 m unter dem Meeresspiegel ausgebaggert werden. Um die zukünftigen Containerkräne unterzubringen, wird eine rückwärtige Kranbahn von etwa 1,8 km Länge auf Pfählen errichtet. Die Kajen sollen mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet werden, »um Kräfte und eventuelle Verformungen zu überwachen«. Darüber hinaus werden an zwei Stellen ECOncrete-Blöcke installiert – sie fungieren als künstliche Riffe, »um die Artenvielfalt unter Wasser zu stimulieren«.

Wie das niederländische Wasserbauunternehmen Van Oord mitteilt, markiert der Bau der Kajen den Beginn der weiteren Entwicklung des Hafens auf der Maasvlakte II. So soll die jährliche Umschlagkapazität im Rotterdamer Hafen um 4 Mio. TEU erhöht werden.

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