Elektra
© TU Berlin
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Die Versorgung des Brennstoffzellen-Schubbootes »Elektra« mit grünem Wasserstoff ist bis Ende 2024 vertraglich gesichert. 

Der nächste wichtige Meilenstein bei der Realisierung des Projektes »Elektra« ist erreicht. Per Vertrag zwischen der TU Berlin und dem Industrie- und Gewerbepark Mittelelbe ist die Versorgung des mit einer Brennstoffzelle ausgerüsteten Schubbootes bis Ende 2024 mit grünem Wasserstoff gesichert. Lieferant ist H2 Green Power & Logistics (Münster).

Mit Beginn der Erprobungsfahren steht somit gasförmiger Wasserstoff bei 500 bar in sogenannten Multiple Energy GAS Container (MEGC) zur Verfügung, teilte Gerd Holbach als Leiter des Projektes »Elektra« mit. An Bord des Schubbootes befinden sich sechs Container, die jeweils 125 kg Wasserstoff aufnehmen können. Sechs weitere Container befinden sich im Umlauf. Das Wechseln der Container erfolgt durch den bordeigenen Kran der »Elektra«.

Hauptversorgungspunkt für die »Elektra« wird der Westhafen der BEHALA in Berlin, wo derzeit ein Wasserstofflagerplatz und ein leistungsfähiger Stromlade-Galgen installiert werden. Für die geplanten Fernfahrten nach Hamburg ist zusätzlich der Hafen Lüneburg für die Versorgung mit Wasserstoff und elektrischem Strom eingeplant.

Nach dem Stapellauf der »Elektra« Ende Mai befindet sich das Schubboot in der Endausrüstung an der Werftpier bei Hermann Barthel in Derben an der Elbe. Erste Teile des Energiesystems konnten seitdem erfolgreich in Betrieb genommen werden, so Holbach. Die Prüfungen und Abnahmen durch Sachverständige, Gutachter und die Untersuchungskommission der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung schließen den Bau- und Inbetriebnahmeprozess ab.

Wenn alles nach Plan läuft, kann die »ELEKTRA« als erstes mit einer Brennstoffzelle ausgestatter Neubau Ende August in den Heimathafen nach Berlin überführt werden und von dort aus die Langzeiterprobung starten.

Die Kosten des gesamten Projektes werden mit rund 13 Mio. € angegeben. Das Bundesverkehrsministerium ist mit 8 Mio. € beteiligt.

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