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Die Entwicklung und Erprobung technologischer, betrieblicher und verkehrlicher Innovationen für das Verkehrssystem Schiene ist das Ziel des neu eröffneten Testfelds. Der Fokus liegt auch auf der Einbindung weiterer Verkehrsträger.

Gemeinsam mit dem Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Guido Beermann, eröffnet Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, in Cottbus das »Offene Digitale Testfeld« des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt (DZSF).

Das Testfeld entsteht im Streckennetz zwischen Halle (Saale)–Cottbus–Niesky auf ca. 350 km Hauptstrecken der DB Netz AG. Als unabhängige Plattform soll das Testfeld künftig Forschungseinrichtungen, Infrastrukturbetreibern, Eisenbahnverkehrsunternehmen, der Industrie und Behörden einen Rahmen bieten, um neue Technologien unter Realbedingungen zu erproben.

Mit seiner Eröffnung unterstützt das DZSF laut eigenen Angaben die Entwicklung und Erprobung von technologischen, betrieblichen und verkehrlichen Innovationen für das Verkehrssystem Schiene. Während die vorhandenen Testeinrichtungen vordringlich für die Zulassungsprozesse der Industrie benötigt werden, soll das Offene Digitale Testfeld spezielle Erprobungsmöglichkeiten und Kapazitäten für die Schienenverkehrsforschung schaffen. So könnten Fragestellungen erforscht werden, die auf existierenden Testeinrichtungen nicht umsetzbar sind.

DZSF  als Koordinator

Das DZSF koordiniert die Forschungsaktivitäten auf dem Testfeld und ist zentrale Anlaufstelle für Dritte. Das Testfeld dient aber auch dem DZSF selbst als Untersuchungsraum für Arbeiten und Projekte im Rahmen der Ressort- beziehungsweise Auftragsforschung.

Auf Grund der Vielseitigkeit des Streckennetzes und der Umgebung können umfangreiche Versuchsbedingungen auf dem Testfeld bereitgestellt werden. Darüber hinaus besteht ein potentielles Ergänzungsnetz, so dass nahezu die gesamte Bandbreite an eisenbahnbetrieblichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen abgedeckt wird.

Fester Bestandteil des Testfelds ist das LärmLab 21, in dem zur wirksamen Reduzierung von Schall und Erschütterungen geforscht wird. Neben der gesamten Breite der Schienenverkehrsforschung soll das Testfeld einzelne Forschungsbereiche innerhalb des Bahnsystems und zu anderen Verkehrsträgern vernetzen.

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