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Nach nur zwei Monaten ist das Schweden-Abenteuer der Reederei Deymann vorerst wieder beendet. Die »Emelie Deymann« kehrt auf den Rhein zurück.

Anfang Juni war der erste Binnenschiff-Shuttle in Schweden zwischen dem Containerterminal Stockholm-Norvik an der Ostsee und dem Hinterland-Hafen Västerås gestartet worden. Die »Emelie Deymann« (208 TEU) war dafür vom Rhein verlegt worden.

Nach knapp zwei Monaten holte Martin Deymann sein Schiff wieder zurück. Denn die Zahl der transportierten Container blieb offenbar hinter den Erwartungen zurück. Die Pandemie und die dadurch bedingte wirtschaftlichen Lage in der weltweiten Containerlogistik habe viele Kunden verunsichert, was den Wechsel der Transportmodalitäten betrifft, teilt die Reederei mit. »Das hat uns den Start in unbekannten Gewässern erschwert.«

Vorerst pausiert das Projekt in Schweden, die »Emelie Deymann« kehrt jetzt an den Rhein zurück. Mit den jetzt gesammelten Erfahrungen soll im Frühjahr 2022 ein neuer Versuch unternommen werden, einen Liniendienst zwischen Stockholm/Norvik und Västerås durch Schwedens Schären aufzubauen, heißt es weiter. Das Thema Binnenschiffstransport in Schweden werde in Zukunft eine größere Rolle spielen. »Es bleibt spannend.«

Für das neue Revier war die 110 m lange »Emelie Deymann« technisch aufgerüstet worden. Die Behörden in Schweden hatten das Projekt zwar unterstützt, eine Anschubfinanzierung oder aber eine Förderung hatte es jedoch nicht gegeben. Die Harener Reederei hatte den Shuttle gemeinsam mit ihren schwedischen Partnern auf eigenes Risiko gestartet.

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