Print Friendly, PDF & Email

Der Hafen Wien führt in Kooperation mit dem Unternehmen Helrom einen regelmäßigen Trailer-Zug-Verkehr zwischen Düsseldorf und Wien ein.

Ziel der Kooperation zwischen Helrom und dem Hafen Wien ist, die Verkehrswende mit der Innovation »Helrom Trailer Rail« zu unterstützen und mehr Trailer auf der Schiene zu befördern. Mittlerweile verkehren wöchentlich drei Rundläufe zwischen Deutschland und Österreich mit vorwiegend nicht kranbaren Trailern, die ohne Umschlagsgeräte verladen werden können. Mit Hilfe einer im Waggon integrierten Schwenktechnologie können die Trailer direkt vom Waggon auf die bereitstehende Lkw-Zugmaschine umgeschlagen werden.

Bislang lassen sich mehr als 90 % der Trailer in Europa aufgrund technischer Barrieren nicht von der Straße auf die Schiene bringen. Noch immer legen die meisten Trailer Distanzen deshalb einzig auf der Straße zurück. Dank der horizontalen Verladetechnik von Helrom können diese erstmals einfach auf die Schiene umsteigen. Hierfür sind weder Krananlagen noch große Terminals notwendig, es können einfache Gleise in einem Hafen oder Terminal, ohne Kran, benutzt werden. Das macht den Intermodalverkehr großflächig umsetzbar.

Im Hafen Wien ist man stolz, diese Innovation von Anfang an unterstützt zu haben, um mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern und somit für eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen zu sorgen. »Wir sind bereits seit August 2020 im Probebetrieb, konnten seither rund 3.500 Trailer in Wien Freudenau umladen und mehr als 1.000 t CO2 durch den Transport auf der Schiene einsparen«, erläutert Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafens Wien.

Nach dem einjährigen Probebetrieb, in dessen Verlauf der Umschlagprozess feinjustiert wurde, startet nun offiziell der reguläre Betrieb. Für die kommenden Monate ist eine Ausweitung der Verkehre geplant, um den hohen Nachfragen zu entsprechen und die Verkehrswende weiter aktiv zu unterstützen. »Die Partnerschaft von Helrom und Hafen Wien soll daher weiter intensiviert werden«, sagt Roman Noack, CEO von Helrom.

Teilen: