Archimedes, Taucherglockenschiff
Taufe der »Archimedes« in Duisburg (© WSV)
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In Duisburg ist das neue Taucherglockenschiff der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung auf den Namen »Archimedes« getauft worden.

Das Spezialschiff wird auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen eingesetzt, um in bis zu 10 m Wassertiefe Hindernisse von der Gewässersohle zu bergen. Darüber hinaus wird es künftig für Inspektionen an Schleusen und Wehren eingesetzt. Wegen der geringen Höhe des Schiffes und einem vollautomatischen Ballastierungssystem kann es darüber hinaus auch auf der Mosel, der Saar, dem Main, dem Neckar und auf Kanälen eingesetzt werden.

»Das neue Taucherglockenschiff ist ein technisch überaus komplexes Schiff, das in der WSV-Flotte eine Sonderstellung einnimmt. Damit sorgen wir für noch mehr Sicherheit vor allem auf dem Rhein, eine der wichtigsten und transportstärksten europäischen Binnenwasserstraßen«, sagte Hans-Heinrich Witte, Chef der GDWS.

Das Schiff verfügt über einen leistungsstarken, dieselelektrischen Antrieb mit umfangreicher Abgasreinigung. Der Überdruck in der Stahlglocke sorgt dafür, dass kein Wasser ins Innere dringt und die Arbeiten auf der Flusssohle im Trocken durchgeführt werden können. Heimathafen des neuen Schiffes ist Duisburg.

Der Neubau hat gut 24,5 Mio. E gekostet. Der Auftrag war im November 2018 an die niederländische Werft Damen gegangen. Seit Anfang des Jahres ist die »Archimedes« fertig, die Lieferung der Spezialausrüstung hatte sich allerdings verzögert. Ursprünglich sollte es bereits schon 2020 in Dienst gestellt werden.

Das neue Taucherglockenschiff ersetzt die »Carl Straat« (Baujahr 1963). Der Neubau ist mit einem diesel-elektrischen Antrieb ausgestattet, der alle geltenden Normen und Vorschriften zur Abgasnachbehandlung (EU-Stufe V) erfüllt und eine konstante Fahrtgeschwindigkeit von 13 km/h garantieren soll. Mit einer Gesamtlänge von 69 m wird das Schiff 17 m länger sein als diedas Vorgängerschiff.

Taucherglockenschif, Archimedes

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