Dienstboot, Solar, Bolle, Berlin
© Schiffswerft Bolle
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Das Land Berlin ersetzt sein 60 Jahre altes Diesel-Dienstschiff »Glienicke« durch einen Solar-betriebenen Neubau von der Schiffwerft Bolle.

Einsatzbereich des neuen Exemplars ist weiterhin die ökologische Gewässerüberwachung samt Probeentnahmen. Gebaut wird das Elektro-Schiff für 1,6 Mio. € auf der Schiffswerft Bolle, die nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte. Erst jüngst wurde der Neubau auf Kiel gelegt.

Durch den Betrieb des neuen Schiffs und die Ausmusterung der dieselbetriebenen »Glienicke« will das Land Berlin nach eigenen Angaben Emissionen in Höhe von rund 11,3 t CO2-Äquivalenten im Jahr vermeiden.

Durch den Einsatz modernster Akku-Technik soll eine Betriebszeit von bis zu acht Stunden möglich sein. Der Strom wird mit einer Photovoltaikanlage auf dem Schiffsdach sowie einer weiteren auf dem Dach des Bootshauses am Dienstsitz Baumschulenweg an der Spree generiert. Neben dem rein elektrischen Antrieb wird das Dienstschiff auch neueste Mess- und Probenentnahme-Technik, eine digitale Navigation sowie Equipment zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Laborkräfte erhalten. Durch den Einsatz eines innovativen Ringpropellers werde der Betrieb zudem geräuschlos und extrem vibrationsarm ausfallen, teilt das Land mit.

Die Finanzierung wird mit Fördermitteln des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) und EU-Mitteln aus dem »Operationellen Programm des EFRE Berlin 2014-2020« bestritten. »Dieses Projekt hat Modellcharakter auch für andere Behörden und Unternehmen, die Wasserfahrzeuge betreiben«, betont die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther. »Wir zeigen, dass emissionsfreie Schifffahrt funktioniert.«

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