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Ab Januar fahren Containerzüge zwischen Duisburg, Bremen und Bönen mit flexiblen Hybridloks. Diese hat der Logistikdienstleister RheinCargo jetzt für die Strecke angemietet.

RheinCargo hat die drei Lokomotiven vom Typ Siemens Vectron Dual Mode übernommen. Im Auftrag der HGK Logistics & Intermodal werden die Triebfahrzeuge ab dem 1. Januar eingesetzt. Wie RheinCargo mitteilt, sind die speziellen Hybrid-Fahrzeuge in der Lage, sowohl unter Oberleitungen als auch auf nicht elektrifizierten Strecken zu fahren. Dank einer Traktionsleistung von mindestens 2000 kW werden unter beiden Antriebsarten lange Containerzüge »zuverlässig und zügig« befördert, so der Logistiker.

Aufgrund des Hybridsystems können Strecken, die nicht durchgehend elektrifiziert sind, ohne Lokwechsel genutzt werden. »Die positiven Effekte liegen auf der Hand. Bei unseren neuen Verkehren zwischen Duisburg, Bremen und Bönen sind über 95% der Strecken elektrifiziert. Der Dieselantrieb wird nur bei der ersten und letzten Meile benötigt. Statt eine Diesellok für die ganze Strecke einzusetzen oder für wenige Kilometer vorzuspannen, kommt der Verbrennungsmotor nur zum Einsatz, wenn es nicht anders geht. Das ist beispielsweise in Containerterminals der Fall, die baulich bedingt keine Oberleitungen besitzen, oder auf Anschlussgleisen. Alle Hauptstrecken werden konsequent elektrisch befahren«, erklärt Daniel Jacobs, bei RheinCargo für das Fahrzeug-Management verantwortlich.

Neben den drei neuen Triebfahrzeugen kommen auch rund 50 angemietete Container-Tragwagen vom Typ Sggnss 80XL des Herstellers Tatravagonka für die neuen Verkehre zum Einsatz. Diese Wagen sind RheinCargo zufolge besonders lang, leise und bieten flexible Belademöglichkeiten. Das Gewicht der Wagen sei dabei im Vergleich zu klassischen Wagen um mehr 20% reduziert.

»Durch Investitionen in moderne Lokomotiven und Güterwagen können wir Klimabilanz und Effizienz der Containerverkehre erheblich verbessern. So geben wir Kunden und Verladern einen weiteren Anreiz, mehr Mengen auf die Schiene zu verlagern«, so Wolfgang Birlin, bei RheinCargo zuständiger Geschäftsführer für den Bereich Güterbahn, »Die Nutzung weiterer Dual Mode-Lokomotiven ist bereits in Prüfung.«

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