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Angesichts der aktuellen Lieferkettenverzögerungen steigt die Nachfrage nach der IT-Plattform von Dakosy. Insbesondere Speditionen interessieren sich für die Software des Hamburger Unternehmens

Das vermehrte Interesse an sogenannten Import Message Plattform (IMP) führt das Unternehmen darauf zurück, dass die anhaltenden Schiffsverspätungen die Disposition von Importcontainern extrem erschweren. Die Anfragen zeigen Dakosy zufolge, dass die Spediteure ihre digitalen Möglichkeiten verstärkt ausschöpfen wollen.

Die Transparenz in der Logistikkette und die Vorwegnahme von Prozessen, wie beispielsweise Zollverfahren, gewinnen angesichts der Lieferkettenverzögerungen an Bedeutung und machen Container planbarer und sogar schneller, so das Unternehmen weiter. Im Hamburger Hafen werden diese Möglichkeiten über die IMP zunehmend genutzt.

»Industrie- und Handelsunternehmen haben zunehmend die Erwartungshaltung, dass sie alle 24 Stunden Updates zu der jeweiligen Schiffsankunft erhalten: Über die Teilnahme an der IMP aktualisieren wir Veränderungen bei den Schiffsankünften für unsere Kunden nahezu live und erfüllen somit diese Anforderungen für Hamburg«, sagt Sebastian Magdeburg, Head of Seafreight Germany des Fullservice-Dienstleisters Hellmann Worldwide Logistics. Auch deswegen würden nahezu alle Container, die Hellmann über den Seehafen Hamburg importseitig abfertigt, über die IMP-Plattform abgewickelt.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem HVCC, dem Hamburg Vessel Coordination Center, das für die Schiffskoordination rund um den Zu- und Ablauf im Hamburger Hafen verantwortlich ist, erhält Dakosy Statusinformationen zu allen Schiffsanläufen im Hamburger Hafen.

Das HVCC hat die Schiffe bereits ab ihrer Ankunft in Europa »auf dem Schirm« und verfeinert die Informationen fortlaufend bis zur Ankunft im Hafen. Aus vielen Datenquellen erstellt das HVCC in Zusammenarbeit mit der Hamburg Port Authority (HPA) eine Verkehrslage für die nächsten vier Tage im Voraus.

Auch die Vorwegnahme von Importprozessen, bevor die Ware im Hafen Hamburg eintrifft, sei eine aktuell sehr gefragte Funktion der IMP-Plattform.

2.500 Unternehmen beteiligt

Die Import-Message-Plattform ist Teil des Port Community Systems, an das mehr als 2.500 Unternehmen aus der Hafenwirtschaft, Logistik, Industrie und Handel angeschlossen sind, und gehört den Angaben zufolge zu den am weitest entwickelten Hafen-IT-Systemen in der Welt. Denn in Hamburg würden viele Beteiligte gemeinsam in das kollaborative System IMP einzahlen, und zwar in Form von Daten: Carrier, Behörden, Speditionen, Terminaldienstleister und andere Hafenbeteiligte. Als Daten-Rendite werden mehr als 100 Statusinformationen rund um den betroffenen Container ausgegeben. RD

 

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