Bolle, Berlin, Neubau
Das neue Spezialschiff »James Hobrecht« (© Gareth Harmer)
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Berlin hat ein neues Batterie-betriebenes Spezialschiff für die Gewässerüberwachung. Es fährt weitestgehend elektrisch.

Der auf den Namen »James Hobrecht« getaufte E-Katamaran wurde von der Schiffswerft Bolle gebaut und ersetzt das 60 Jahre alte Diesel-betriebene Dienstschiff »Glienicke«. Vor rund einem Jahr erfolgte die Kiellegung, nach einer Bauzeit von elf Monaten wurde das Schiff nun einer Mitteilung des Landes zufolge nach Berlin überführt.

Die »James Hobrecht« wird künftig auf den Gewässern der Hauptstadt für Wasserprobeentnahmen und Messfahrten eingesetzt. Nach Angaben des Landes kann eins ganze Tagesschicht ohne Nachladen der Batterie absolviert werden.

Durch den Betrieb des neuen Schiffs und die Ausmusterung der Diesel-betriebenen »Glienicke« will das Land Berlin Emissionen von rund 11,2 t CO2-Äquivalenten im Jahr vermeiden. Der E-Katamaran ist 14 m lang, 4,20 m breit bei einem Tiefgang von 0,85 m und einem Gesamtgewicht von 20 t. Der Elektroantrieb mit zwei Ringpropellern à 50 kW Leistung wird aus einer 385-kWh-Batterie gespeist.

Geladen wird der E-Katamaran an zwei Stationen, die am Fischereiamt und bei der Wasserschutzpolizei Berlin der Wache Ost in Baumschulenweg zur Verfügung stehen – und zwar mit je 64 kW. Als Betriebszeit gibt das Land Berlin eine „ununterbrochene Fahrt von acht Stunden Dauer bei 12 km/h an. Die Planung des Schiffes erfolgte in Federführung des Landes Berlin und reicht bis 2018 zurück.

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