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Die in finanziellen Schwierigkeiten steckende Hamburger Firma akf siemers ist aus der Insolvenz gerettet. Alle drei operativ in Hamburg tätigen Gesellschaften des Traditionsunternehmens für Industrieverpackung und Projektverladungen gehen mit 90% der 82 Beschäftigten an einen strategischen Investor.

Die Gesellschaften der Gruppe hatten Ende Februar 2019 Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Matthias Krämer von der Sozietät Wellensiek ist Generalbevollmächtigter, Jens-Sören Schröder von der Sozietät Johlke Niethammer & Partner wurde Sachwalter. Das Insolvenzverfahren wurde zum 1. April 2019 eröffnet. Innerhalb nur eines Monats nach Insolvenzantrag haben die Sanierungsexperten Krämer und Schröder einen neuen Investor gefunden. Der Gläubigerausschuss hat der Übernahme bereits zugestimmt.

Hamburger Spezialist für Transportverpackung aus Insolvenz gerettetDer strategische Investor Axxum aus Wuppertal übernimmt die Betriebe der akf siemers hamburg, der akf siemers airport sowie der akf handling und 90% der 82 Beschäftigten. Die Übernahme findet zum 1. April 2019 statt, über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Für den nicht von Axxum übernommenen Standort der akf siemers westfalen in Ennigerloh mit 33 Beschäftigten prüfen die Verantwortlichen derzeit die Optionen. Die akf siemers süd am Standort in Laichingen mit 15 Beschäftigten befand sich bereits vor dem Insolvenzantrag in der Schließung.

Hamburger Traditionsunternehmen von 1886

Die akf-Unternehmensgruppe wurde 1886 von Adolf Siemers unter dem Namen »Packkistenfabrik Adolf Siemers« in der historischen Deichstraße in Hamburg gegründet und hat eine über 100-jährige Geschichte. Zwischenzeitlich firmierte das Unternehmen als »Altonaer Kistenfabrik Adolf Siemers« (daher das Kürzel »akf«) und ist als akf siemers Unternehmensgruppe eines der ältesten Hamburger Industriegüter- und Export-Verpackungsunternehmen. Kernkompetenz ist die Herstellung individueller Verpackungen für den See-, Luft- und Lkw-Transport von Maschinen- und Anlagegütern sowie die Verladung kompletter Industrieanlagen. Hinzu kommt die Herstellung von Verpackungen für Schwer- und Gefahrgut, die Containerstauerei und Speditionsdienstleistungen. Kunden sind sowohl Maschinen- und Anlagenbauer wie Bosch, Dürr und MTU als auch internationale Großspeditionen wie Kühne & Nagel, Schenker, DHL und Dachser.

Die Unternehmensgruppe besteht aus einer Holding und fünf operativen Tochtergesellschaften an jeweils unterschiedlichen Standorten. In Hamburg sitzen die akf siemers holding GmbH, die akf siemers hamburg GmbH (Industrieverpackung für Maschinen- und Anlagenbau), akf handling GmbH (Containerstau, Lagerung, Umschlag) sowie die akf siemers airport GmbH (Luftfracht und Gefahrgut). Die akf siemers westfalen GmbH (Industrieverpackung Maschinen- und Anlagenbau) sitzt in Ennigerloh und die akf siemers süd GmbH (Industrieverpackung für Maschinen- und Anlagenbau) in Laichingen.

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