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Am Rheinufer in Bingen haben die vom gleichnamigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) beauftragten Arbeiten zur Modernisierung von Schiffsliegestellen begonnen.

Die Baumaßnahmen belaufen sich sowohl die Außenmole des Schutzhafens Bingen (Rhein-km 526,2 –526,85) als auch die Uferpromenade im Hafenpark auf Höhe des früheren »Raab-Karcher-Krans« (Rhein-km 527,74 –527,88).

Dalben und Landstege für die Schifffahrt

Entlang der Außenmole des Schutzhafens werden 16 Dalben im Abstand von jeweils 35 m in die Rheinsohle eingebracht. Sie sind mit Pollern ausgestattet und dienen der Schifffahrt zum sicheren Anlegen und Festmachen. Fünf Landgangstege sollen einen zeitgemäßen und bei allen Wasserständen nutzbaren Übergang zwischen Schiff und Land sicherstellen. Außerdem entsteht auf der Höhe des Hafenkopfes ein Autoabsetzplatz, an dem Schiffe mitgeführte Fahrzeuge über eine Fahrzeugbrücke an Land setzen oder von dort aufnehmen können.

Der als Reede ausgewiesene Bereich entlang der Außenmole des Schutzhafens, in dem bisher nur ohne feste Landverbindung geankert werden kann, erfahre durch diese Maßnahme eine erhebliche Aufwertung und eine Anpassung an die Anforderungen der modernen Schifffahrt, so das WSA Bingen.

Am früheren »Raab-Karcher-Kran« werden fünf Dalben unmittelbar vor der bestehenden Uferwand eingebracht und zum sicheren Übersteigen bei verschiedenen Wasserständen ein Treppenabgang geschaffen. An dieser Liegestelle sollen nach Abschluss der gesamten Baumaßnahme – anders als an der Liegestelle an der Außenmole – künftig Schiffe nur auf besondere Anweisung des WSA festmachen, etwa bei technischen Problemen und Reparaturbedarf oder auch bei behördlich angeordneten Fahrtunterbrechungen (z. B. fehlendes Personal), heißt es. Das Absetzen von Fahrzeugen an dieser Stelle und deren An-/Abfahrt durch das Hafenparkgelände, das bislang von der Stadt Bingen noch geduldet wird, finde dann sein Ende.

Zu wenig Übernachtungsmöglichkeiten

Die Notwendigkeit der Baumaßnahme folgt aus den in den vergangenen Jahrzehnten stark veränderten Rahmenbedingungen für die Rheinschifffahrt. Derzeit stünden der Schifffahrt entlang des Rheins nicht mehr genug sichere Liege- und Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Viele frühere Liegestellen seien heute nicht mehr nutzbar, da sie den Anforderungen der modernen Binnenschiffe hinsichtlich Abmessungen, Wassertiefen, Festmacheeinrichtungen und Landanbindung nicht mehr genügten. Einige Liegemöglichkeiten seien aufgrund von Umnutzungen des Ufers auch ganz entfallen – so wie im Fall des Binger Rheinufers.

Die Baumaßnahmen soll bis Ende November 2018 abgeschlossen sein.