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Die Hafengesellschaft RheinCargo hat in Zusammenarbeit mit den RheinWerken, eine Tochter der Stadtwerke Düsseldorf und RheinEnergie mit Sitz in Köln, zwei neu elektrifizierte Steiger für Hotel- und Flusskreuzfahrtschiffe in Betrieb genommen.

Ebenso sind in Köln Landstromversorgungen sowohl für Fracht- als auch für Passagierschiffe vorhanden. Die RheinWerke bieten ihre Dienstleistung in dem Bereich auch überregional an.

»Die Landstromversorgung leistet einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung in unserer Stadt. Wir wollen daher sicherstellen, dass Schiffe, die in Düsseldorf anlegen, ihre Motoren abstellen und sich mit Landstrom versorgen«, erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Anfang des Jahres wurden bereits zwei neu elektrifizierte Steiger der Bonner PersonenSchifffahrt und der Viking River Cruises in Betrieb genommen. Mit den beiden neuen Steigern der RheinCargo sind somit vier der insgesamt zwölf geplanten Anlegestellen von Land aus elektrifiziert.

Hälfte der geplanten Anlegestellen bis Sommer am Netz

v.l.: Ulrich Bemmann (Geschäftsführer RheinWerke), Udo Brockmeier (Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Düsseldorf), Ralf Zischke (Geschäftsführer RheinWerke), Thomas Geisel (Oberbürgermeister Düsseldorf), Jan Sönke Eckel (Geschäftsführer RheinCargo) und Dieter Steinkamp (Vorstandsvorsitzender RheinEnergie)
v.l.: Ulrich Bemmann (Geschäftsführer RheinWerke), Udo Brockmeier (Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Düsseldorf), Ralf Zischke (Geschäftsführer RheinWerke), Thomas Geisel (Oberbürgermeister Düsseldorf), Jan Sönke Eckel (Geschäftsführer RheinCargo) und Dieter Steinkamp (Vorstandsvorsitzender RheinEnergie). © RheinEnergie

»In einem nächsten Bauabschnitt werden drei weitere Anlegestellen in Düsseldorf mit Landstrom versorgt. Somit werden voraussichtlich bis Ende 2019 mehr als die Hälfte der Anlegestellen keine weitere Luftverunreinigung mehr verursachen«, führt Geisel fort.

RheinCargo-Geschäftsführer Jan Sönke Eckel geht davon aus, dass Flusskreuzfahrten weiter boomen werden. »Die Städte am Rhein gewinnen dadurch noch zusätzlich an Attraktivität. Die Einrichtung der Landstromversorgung an den beiden Steigern ist somit auch eine Investition in die Zukunft.«

Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, sieht in der
Landstromversorgung großes Potenzial: »Sie ist ein wichtiger Schritt für die
Sektorenkopplung.« Nur durch enge Kopplung des Strom- mit dem Verkehrssektor gelinge es, Umwelt- und Klimabelastungen zu verringern. Fahrverbote seien kein angemessener Weg, solche Konzepte aber sehr wohl.