Straubing weiht Hafenmeisterei ein

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Im Hafen Straubing-Sand stehen die Zeichen seit Jahren auf Wachstum. Mit den modernen Betriebsräumen der neuen Hafenmeisterei will man den eingeschlagenen Kurs fortsetzen

Die Hafenmeisterei ist mit ihrer Schiffsmeldestelle Anlaufstelle für die Binnenschifffahrt. Sie beinhaltet die Büros der Hafenbetriebsleitung, die Sozialräume der Hafenmannschaft sowie die Kran- und Elektrowerkstatt.

Das moderne Gebäude verfügt über eine Bruttogeschossfläche von 825 m² und ein Raumvolumen von rund 5.000 m³. Verbaut wurden 1.000 m³ Beton. 26 Fenster sorgen für Licht und Durchblick, 27 Türen und vier Tore für Bewegung und Begegnung und 8 km Elektroleitung sowie 250 Steckdosen für Leistung und Spannung. Wert gelegt wurde den Angaben des Hafenbetreibers zufolge auf ein nachhaltiges Gebäude. Geheizt wird mit Holzpellets. Der Jahresprimärenergiebedarf liegt 72% unter dem Grenzwert der aktuellen Energieeinsparverordnung. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage, die noch installiert wird. 1,9 Mio. € werden vom Zweckverband Hafen Straubing-Sand hierfür investiert, wobei der Freistaat Bayern rund 300.000 € zuschießt. Gut angelegtes Kapital, wie der Verbandsvorsitzende Oberbürgermeister Markus Pannermayr findet:

»Die Investitionen in unseren Hafen, waren bis dato immer gewinnbringend. Viele interessante Unternehmen konnten angesiedelt werden und es arbeiten mittlerweile rund 3.000 Beschäftigte hier.«

Auch die Verkehrsentwicklung am Hafenkai kann sich sehen lassen. »Der Hafen Straubing-Sand kann sich erfreulicherweise dem allgemeinen Stagnationstrend in der Binnenschifffahrt entziehen«, sagt Hafen-Geschäftsführer Andreas Löffert und verweist auf die langfristig steigenden Umschlagszahlen für Schiff und Bahn. Der ursprünglich für 500.000 bis 600.000 t Schiffsgüterumschlag ausgelegte Hafen liegt regelmäßig über dieser Kapazität. Im laufenden Jahr wurden bis Ende September bereits rund 511.000 t umgeschlagen.

Weitere Investitionen angestrebt

Und die Zeichen stehen weiter auf Wachstum: »Der anstehende Donauausbau wird uns die so dringend benötigten Verbesserungen der Schifffahrtsverhältnisse bringen. Diese Chance wollen wir nutzen und weitere Verkehre von der Straße auf das Binnenschiff holen«, so Landrat Josef Laumer, Aufsichtsratsvorsitzender des Hafens Straubing-Sand. Um diese Wachstumspotenziale heben zu können, sei die neue Hafenmeisterei ein wichtiger Baustein.

Damit in Straubing auch künftige Wachstumschancen genutzt werden können, sind Investitionen in weitere Schiffsliege- und Umschlagsplätze sinnvoll. Erstere sind zu Spitzenzeiten knapp und letztere sind seit einigen Jahren zumindest in der ersten Reihe voll belegt. Auch ein weiterer Hafenkran steht auf der Wunschliste der Hafen-Geschäftsführung. Gerade im stark wachsenden Bereich der Schwer- und Sperrgüter könnte hiermit gepunktet werden.

Löffert sieht mit den geplanten Vorhaben und auch mit den Investitionen in die neue Hafenmeisterei ein klares Bekenntnis zum System Binnenschifffahrt. »Der Verkehrssektor steht in der Verantwortung, signifikante Beiträge zur Einsparung von CO2 zu liefern. Gute Lösungen kann hier die klimafreundliche Binnenschifffahrt bieten, deren Wasserstraßen noch hinreichend freie Kapazitäten zur Verlagerung von Gütern haben.« Der Hafen Straubing-Sand zeige seit Jahren, dass bei entsprechenden Rahmenbedingungen ein Wachstum möglich sei.

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