Maas, H2, FPS, Koedood
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Koedood Marine, künftig Teil von August Storm, liefert das Brennstoffzellensystem für die Umrüstung des Binnencontainerschiffs »Maas« auf Wasserstoff als Energiequelle.

Auftraggeber ist Future Proof Shipping (FPS) in enger Zusammenarbeit mit Koedood, dem Brennstoffzellenhersteller Nedstack, der Werft Holland Shipyards und den anderen Hauptlieferanten.

Koedood baut drei komplette Brennstoffzellen-Einheiten mit 3x 275 kW). Während der Nachrüstung im Laufe dieses Jahres werden sie an Bord installiert. Das 110 m x 11,45 m große Binnencontainerschiff soll künftig zu 100% mit Wasserstoff betrieben werden und dadurch komplett emissionsfrei fahren.

Das Brennstoffzellensystem ist den Angaben zufolge dreifach redundant und hat eine Leistung von insgesamt 825 kW zur Versorgung von Antrieb und sonstigen Stromverbrauchern. Es handelt sich um eine Niedrigtemperratur-Anlagen des Typs PEM (Proton Exchange Membrane). Sie produzieren die meiste Leistung gemessen am Volumen, sind außerdem leicht, haben eine hohe Leistungsdichte und sind kaltstartfähig.

Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) werden in einem chemischen Prozess in elektrische Energie, reines Wasser und Wärme umgewandelt. Der Wirkungsgrad beträgt etwa 60%. Als Elektrolyt dient dabei normalerweise eine feste Polymermembran.

»Wir ziehen alle an einem Strang, um eine nachhaltigere Zukunft für die Binnenschifffahrt in Europa zu schaffen«, sagt Fokke van der Veen, Director Operations bei FPS.

Nach der Umrüstung wird die »Maas« weiter Container zwischen Rotterdam und einem Binnenterminal in der Nähe von Antwerpen transportieren und soll den CO2-Ausstoß um jährlich 2.000 t reduzieren, heißt es.

Future Proof Shipping (FPS) will in den kommenden fünf Jahren eine Flotte von zehn emissionsfreien Binnen- und Kurzstreckenschiffen bauen und sie Logistikdienstleistern oder Verladern zur Charter anbieten.

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