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Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind das Credo des Paderborner Unternehmens Fischer Panda, das seit mehr als 15 Jahren rein elektrische und hybride Antriebssysteme für verschiedene Einsatzgebiete herstellt

Ähnlich wie an Land spielt das Thema E-Mobilität auf dem Wasser eine zunehmend größere Rolle. Und zunehmend mehr Schiffe werden mit einem Elektro- oder Hybrid-Antrieb aus- oder nachgerüstet. Der Vorteil solcher Antriebe ist nicht nur eine geringere bzw. gar keine Schadstoffemission, sondern auch die Reduzierung von Lärm. Was wiederum den Komfort an Bord erhöht und die Umwelt schützt.

Fischer Panda hat sich auf die Herstellung von leisen und emissionsarmen Antrieben sowohl für den Freizeit- auch als für den kommerziellen Bereich spezialisiert und bietet dafür ein breites Portfolio mit ausschließlich wasserge­kühlten Komponenten an.

Hohes Drehmoment

Aziprop- (Unterwasser-) und Shaft-Motoren sind in der Version 10/20 kW / 48V mit 600 1/min bzw. 10/20 kW / 48V mit 1200 1/min erhältlich und zeichnen sich durch ihr hohes Drehmoment von 160/320 Nm aus. Auch Ausführungen als Hochvolt-System ab 50 kW (360 V bis 420 V) mit einer Drehzahl von 1200 1/min sind erhältlich. Zur Anwendung kommen sie vor allem im Freizeit- und Sportbootbereich sowie auf Passagierschiffen und in kommerziellen Anwendungen.

Für Boote mit einem herkömmlichen Antriebssystem mit Verbrennermotor/Getriebe eignet sich der 48 V Parallel-Hybrid-Antrieb. Seinen Vorteil spielt er insbesondere bei Fahrten und Manövern mit niedrigen Geschwindigkeiten aus. Der Antriebsmotor wird parallel zu der bereits existierenden Antriebswelle angebracht. Es sind laut dem Hersteller keine weiteren Veränderungen am Antriebsstrang notwendig. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, elektrische Verbrauc er mit Strom zu versorgen. Die elektrischen Antriebsmotoren erfüllen alle grundlegenden Anforderungen der geltenden europäischen Richtlinien und Normen. Sie werden im Bereich der Schutzkleinspannung betrieben.

Aufgrund ihrer robusten Konstruktion sind die Motoren und Komponenten »perfekt« für Transportfähren, kommerzielle Arbeitsschiffe und private Freizeit-Yachten geeignet, so Fischer Panda.

Verschiedene Steuerungen

Für Boote mit einer Verdrängung von bis zu 40 t bietet das Paderborner Unternehmen die 48 V EasyBox Steuerung an. Das Basis-System beinhaltet einen rein elektrischen Antrieb mit einer Leistung von bis zu 2 x 20 kW und einem Drehmoment von bis zu 320 Nm. Die Installation ist »besonders schnell und leicht durchführbar«.

Die Batterien werden normalerweise über eine Landstromverbindung geladen. Sie können aber auch über eine zusätzliche 48 V-Lichtmaschine oder über die Funktion »Regeneration« (möglich, wenn die Hauptmaschine läuft bzw. bei Rückgewinnung von Energie durch Propellerdrehung) unterwegs geladen werden. Die Easybox kann im reinen Batteriesystem oder im Parallel-Hybrid-System eingesetzt werden. Für Einheiten mit einer Verdrängung von mehr als 40 t hat Fischer Panda die Hochvolt EasyBox Steuerung im Programm. Diese Systeme sind mit bis zu 100 kW / 420 V verfügbar.

Der Hybrid-Antrieb kombiniert ein einziges elektrisches System, das den Antrieb und die elektrischen Verbraucher an Bord versorgen kann. Die Batteriebank und der Generator werden zur zentralen Stromquelle für beide Systeme. Liegt der Fokus darauf, elektrische Geräte zu versorgen, bietet meist ein AC-Generator die bessere Lösung. Liegt der Fokus auf dem Fahren, empfehle sich ein DC-Batterielade-Generator. Bei langsamer Geschwindigkeit kann der übrige Strom für die Elektrogeräte an Bord verwendet werden. Wird kein Strom für die anderen Verbrauche benötigt, steht der Generator ausschließlich für das Laden der Batteriebank zur Verfügung (Range Extender). Es wird die Installation eines Generators empfohlen, um die Batteriebank aufzuladen, für den Fall, dass kein Landstrom verfügbar ist oder die Solar- und Windenergie nicht ausreichen.


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