Schleuse Gleesen Gesamtbaustelle-WNA-Datteln
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Nach Abschluss eines EU-weiten Vergabeverfahrens hat das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Datteln jetzt einen weiteren Auftrag für den Neubau der Schleuse Gleesen vergeben.

Den Zuschlag mit einer Auftragssumme in Höhe von 19,3 Mio. € erhielt die Niederlassung Ahaus der Johann Bunte Bauunternehmung aus Papenburg. Damit ist dies nach zwei Aufträgen für Vorarbeiten und dem Hauptauftrag für den Schleusenbau bereits der vierte Auftrag für Bauarbeiten in Gleesen, der an das Bauunternehmen aus Papenburg geht.

Wesentliche Leistungen des Bauauftrages sind Arbeiten zur Anpassung des Oberen Vorhafens, der sowohl verbreitert als auch vertieft wird. Dabei erhält der Vorhafen beidseitig neue Ufer mit Warte- und Liegestellen und eine neue Dichtung mit einer Schutzschicht aus Deckwerkssteinen.

Die neue Schleuse Gleesen soll planmäßig 2023 in Betrieb gehen. Anschließend wird die alte Schleuse außer Betrieb genommen.

Der Dortmund-Ems-Kanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands. Das Projekt »Neue Schleusen DEK-Nord« sieht vor, entlang der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals die alten Schleusen in Bevergern, Rodde, Venhaus, Hesselte und Gleesen durch neue Schleusen zu ersetzen. Träger des Projekts ist das Wasserstraßen-Neubauamt Datteln. Mit dem Ersatz der alten Schleusen soll der Dortmund-Ems-Kanal für die Binnen­schifffahrt zukunftssicher gemacht werden. Die fünf neuen Schleusen verfügen über größere Abmessungen und ermöglichen die Durchfahrt für Groß­motorgüterschiffe (110 m x 11,45 m) und übergroße Großmotorschiffe (135 m x 11,45 m).

Die Anpassung der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als Projekt mit vordringlichem Bedarf verankert. Mit den ersten Baumaßnahmen wurde im Frühjahr 2016 am Schleusenstandort Gleesen begonnen. In Hesselte wurde 2017 eine Bodenmanagement­fläche in Betrieb genommen. 2019 wurden weitere Bauaufträge für Vorarbeiten an den Schleusenstandorten Venhaus, Rodde und Bevergern erteilt.

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