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Die Niedrigwassersituation an Mittel- und Niederrhein hat sich noch einmal zugespitzt. Eine Besserung ist auch in den kommenden Tagen nicht in Sicht.

Die Wasserstände an Mittel- und Niederrhein werden in den kommenden drei bis vier Tagen noch einmal fallen, im Durchschnitt um weitere 10‑15 cm. Das teilte die Wasserstraßenverwaltung des Bundes mit. An der kritischen Engstelle in Kaub sind es nur noch 47 cm. Ab 40 cm ist der Fluss nicht mehr befahrbar.

Die 14-Tage-Vorhersagen deuten weiter auf einen leichten Anstieg der Pegel ab Mitte der nächsten Woche hin. Dieser fällt jedoch nicht signifikant aus, die Wasserstände bleiben auf einem niedrigen Niveau.

Pegel Rhein-km Pegelstand (cm) Fahrrinnentiefe (m)
Mittelrhein Mainz 480,6 143,0 1,9
Oestrich 518,1 66,0 1,7
Bingen* 528,4 67,0 1,7
Kaub 546,3 47,0 1,6
Koblenz 591,5 42,0 1,7
Andernach 613,8 43,0 2,0
Oberwinter* 638,2 20,0 2,1
Niederrhein Bonn 654,8 96,0 2,1
Köln 688,0 90,0 2,0
Düsseldorf 744,2 51,0 2,0
Duisburg-Ruhrort 780,8 172,0 2,2
Wesel 814,0 106,0 2,1
Rees* 837,4 56,0 2,1
Emmerich 851,9 16,0 2,1

 

Der Pegelstand entspricht bekanntlich nicht der für die Schifffahrt relevanten Fahrrinnentiefe. Am Niederrhein betrug die Fahrrinnentiefe zuletzt bei 2,00–2,20 m. In Kaub waren es 1,59 m. Schiffe, die auf dem Nieder- und Mittelrhein unterwegs sind können je nach Fahrzeuggröße 2,50‑4,50 m abladen. Entsprechend groß sind die Einschränkungen.

Seitens des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rhein werden aufgrund der niedrigen Wasserstände keine Einschränkungen der Schifffahrt angeordnet. Bis zu welchen Wasserständen ein Transport nautisch möglich und wirtschaftlich darstellbar ist, hängt von sehr vielen Faktoren ab, die man grob in die Kategorien »Verkehrsweg« (Fahrstrecke, Wasserstände, Fahrrinnentiefe, etc.), ‚Fahrzeugeigenschaften‘ (Größe, Leertiefgang, Konstruktion, etc.), »wirtschaftliches Umfeld« (Frachtraten, Auslastung konkurrierender Verkehrsträger, Dringlichkeit des Transports, vertragliche Regelungen, etc.) unterteilen kann.

In Niedrigwasserzeiten veröffentlicht die BfG regelmäßig Niedrigwasserberichte u. a. zur meteorologischen Entwicklung, zur hydrologischen Lage und mit einem Ausblick zur Wasserstandsentwicklung an den Bundeswasserstraßen. Die Berichte hier frei zugänglich.

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