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Der Güterverkehr auf der Schiene gewinnt Marktanteile im Modal Split– auch zu Lasten der Binnenschifffahrt. Das zeigt eine neue Marktuntersuchung der Bundesnetzagentur.

Der Modal-Split-Anteil der Eisenbahn im Güterverkehr stieg im Jahr 2021 stärker als in den Vorjahren an. Trotz eines schwierigen betrieblichen und wirtschaftlichen Umfelds seien Verkehre von der Straße auf die Schiene verlagert worden, heißt es in der aktuellen Marktuntersuchung der Bundesnetzagentur.

Der Anteil der Bahn stieg 2021 auf 20,2%, 1,5 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil des Straßengüterverkehrs sank entsprechend um 1,3%, die Binnenschifffahrt musste weitere 0,2% ihres Anteils abgegeben und rangiert jetzt noch bei 6,9%. Das ist ein Rückfall auf den Stand von 2018, nachdem ein Jahr später mit 7,5% der bisherige Bestwert erreicht wurde.

Schienentransporte hatten von subventionierten Trassenpreisen profiitiert. Gleichzeitig stieg aber auch die Transportleistung pro Zug – von 537 t auf 569 t. Wegen des preisintensiven Wettbewerbs steig der Umsatz aller Güterbahnen allerdings nur um rund 6%.

Die Verkehrsleistung stieg 2021 erheblich an und wuchs um 14% von 123 Mrd. tkm auf 139 Mrd. tkm. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Platzhirsch bleibt die DB Cargo mit 42% Marktanteil. Die privaten Wettbewerber (EVU) holen allerdings auf und kommen jetzt auf 58% – ein Zuwachs von 3% gegenüber 2020.

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