Print Friendly, PDF & Email

Die Schleuse Oberhausen muss am am 13., 14. und 17. Juni 2019 für mehrere Stunden gesperrt werden. Grund sind dringende Sicherungsarbeiten. Es wird mit einem erheblichen Schifffahrtsstau und mehrstündigen Wartezeiten gerechnet.

Die Maßnahme sei erforderlich, um einen gefahrlosen Schleusenbetrieb zu ermöglichen, teilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich mit.

In der vergangenen Woche hatte sich ein rund 300 kg schwerer Brocken aus der Kammerwand gelöst und drohte in die Kammer zu stürzen. Daraufhin wurde die Schleuse im Rhein-Herne-Kanal eingehend untersucht. Dabei stellten die Prüfer fest, dass der Beton der Kammerwand im oberen Bereich inzwischen so stark geschädigt ist, dass die Metallholme des Kantenschutzes nicht mehr sicher mit dem Bauwerk verbunden sind.

Umfangreiche Sanierung geplant

Damit die Schleuse nicht längere Zeit stillgelegt wird, werden in den nächsten Tagen Sicherungsmaßnahmen an der Schleusenkammer durchgeführt. Hierzu werden die losen Teile mit Stahlankern am Bauwerk neu befestigt.

»Da die Arbeiten vom Wasser aus durchgeführt werden, muss die Schleuse für die Schifffahrt voll gesperrt werden«, begründet das WSA Duisburg-Meiderich die Maßnahme.

Nach dieser ersten Sicherung werde man in den nächsten zwei Jahren eine umfangreiche Sanierung des Betons planen und durchführen. Ziel dieser Maßnahme sei es, die Schleusenwände so zu ertüchtigen, dass die Schleuse problemlos viele Jahrzehnte weiter betrieben werden könne.

Da die Halterungen der Schwimmpoller besonders stark geschädigt seien, könnten
diese nicht mehr genutzt werden, hieß es. Bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten
müssten die Schiffe daher an Nischen- oder Kantenpollern vertäut werden.

Über den Rhein-Herne-Kanal wird die Industrie des Ruhrgebietes mit Rohstoffen
versorgt. An den Häfen des Kanals werden jedes Jahr mehr als 10 Mio. t
Güter umgeschlagen. Täglich passieren 50 Schiffe die Schleuse Oberhausen. Daher sei während der Sperrung mit einem erheblichen Schifffahrtsstau und mehrstündigen Wartezeiten zu rechnen, so das WSA Duisburg-Meiderich.