Print Friendly, PDF & Email

Seit längerer Zeit sucht der belgische Seehafen Antwerpen nach Erweiterungsmöglichkeiten für den Containerumschlag. Nun konkretisiert sich eine Variante aus Expansionen und der Umnutzung bestehender Standorte.

Mit dem sogenannten ECA Complex Project prüft die flämische Regierung den besten Standort für diese zusätzliche Umschlagkapazität in Höhe von 7 Mio. TEU pro Jahr. Die Untersuchung ist multidisziplinär und besteht aus verschiedenen Detailstudien.

Drei Zielvorgaben

Es sollen zusätzliche Kapazitäten für den Containerumschlag geschaffen werden, die Entwicklung verbundener Industrie beziehungsweise Logistikstandorte vorangetrieben sowie die multimodale Anbindung an das Hauptverkehrsnetz hergestellt werden.

Basierend auf den Ergebnissen der Studienphase und der verschiedenen Konsultationen sei die bevorzugte Wahl eine Kombination aus Expansion und »Inspiration« (d.h. Umnutzung bestehender Standorte), so die Belgier.

Ein jährlicher Umschlag von etwa 3,7 Mio. TEU soll durch ein neues Hafenbecken nördlich des Deurganckdok erzielt werden. Es ist das größte Projekt in dem vorliegenden Entwurf, der auch zwei neue Flächen im Waaslandkanaal vorsieht, die zusammen für einen Umschlag von 2,6 Mio. TEU sorgen sollen. Zudem ist die Erweiterung des Noordzeeterminals vorgesehen, wodurch nach Angabe der Belgier Kapazitäten für weitere 0,9 Mio. TEU entstehen.

Freddy Aerts, Vorsitzender der ECA Complex Fask Force der flämischen Regierung erklärt: »In den vergangenen Jahren wurden umfangreiche Studien und intensive Konsultationen durchgeführt, um die Auswirkungen möglicher Komponenten und den Grad der Unterstützung durch die Beteiligten zu ermitteln. Dadurch konnten wir die Pläne detaillierter entwickeln und die Prinzipien komplexer Projekte, darunter offene Kommunikation, Transparenz, Partizipation, Individualisierung und lösungsorientierte Zusammenarbeit, einhalten.«

Stellungnahmen können noch bis zum 17. August abgegeben werden.