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An dem noch im Probetrieb befindlichen RegioPort OWL in Minden, der gestern offiziell eröffnet wurde, treffen sich künftig zwei Binnenschiffslinien, die damit einen Rundlauf zu den Seehäfen Bremerhaven und Hamburg bieten.

Wenn die RegioPort OWL Betriebsführungs GmbH, deren Gesellschafter zu gleichen Teilen Weser Container Xpress (WCX), der Mindener Hafen und die Bobe Spedition sind, am 1. September das operative Geschäft aufnimmt, startet zeitgleich die Verknüpfung der beiden Binnenschiffslinien von WCX und BCF (Börde Container Feeder).

Neun Frachter sollen zum Einsatz kommen, so BCF-Geschäftsführer Hergen Hanke, zugleich auch Geschäftsführer von WCX und Leiter des Geschäftsfeldes Containerlogistik bei Rhein-Umschlag. Acht davon will BCF beisteuern, das neunte kommt von WCX.

Beide Unternehmen bedienen bereits die deutschen Seehäfen. BCF betreibt eine Linie von Hamburg über den Elbe-Seitenkanal bis nach Magdeburg. Bei Bedarf wird auch Braunschweig angefahren. Damit werden also die Regionen östlich von Minden abgedeckt.

Die zur Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag gehörende WCX verbindet seit nunmehr drei Jahren den Mindener Hafen über die Weser mit Bremerhaven. Ab dem 1. September sollen die Linien miteinander kombiniert werden, womit dann ein Rundlauf zu den beiden größten deutschen Seehäfen entsteht.

Nico Steudel (l.) und Hergen Hanke verknüpfen ihre Binnenschifflinien
Nico Steudel (l.) und Hergen Hanke stärken die Schiffsverbindung von Minden zu den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven durch die Verknüpfung zweier Binnenschiffslinien. © Wägener

Wenn die Entwicklung der Linie den gewünschten Verlauf nehme, soll zusätzliche Tonnage eingesetzt werden, sagte Nico Steudel, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag, im Gespräch mit der »Binnenschifffahrt«. Es sei allerdings noch zu früh zu sagen, ob bestehende Tonnage erworben oder Neubauten geordert würden, sagte Hanke. Bisher habe man aber immer Schiffe für die eigenen Zwecke umbauen lassen, ergänzte Steudel.