KD will seinen Neubau »RheinGalaxie« ab Mai 2020 einsetzen
KD will seinen Neubau »RheinGalaxie« ab Mai 2020 einsetzen. © KD
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Im März hatte die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt (KD) angekündigt, ein neues Personenschiff bei De Hoop in den Niederlanden zu bestellen. Der Auftrag ist inzwischen erfolgt und auch der Name für den ersten KD-Neubau seit 2011 steht bereits fest.

Das 85 m lange, 14 m breite Schiff mit einem Tiefgang von 1,20 m soll im Mai kommenden Jahres abgeliefert werden und den Namen »RheinGalaxie« erhalten. Den Antrieb leisten drei Motoren, die zusammen eine Leistung von 1.320 kW erbringen.

»Wir haben ein neues, innovatives Multifunktionsschiff in Auftrag gegeben. Es verfügt über modernste Veranstaltungs- und Antriebstechnik sowie eine hochwertige Ausstattung, wie sie bisher auf keinem anderen Schiff der KD zu finden ist«, kündigt KD Geschäftsführer Achim Schloemer. Der Neubau sei perfekt geeignet für Events, Tagungen, Party- und Genussfahrten für bis zu 1.000 Gäste.

Neben seinem innovativen Design überzeuge der Eventliner mit vielen Extras wie bodentiefen Fenster, einem imposanten »Skywalk« über der Freideck-Bar oder dem »Star Rock«, einer ganz besonderen VIP-Aussichtsplattform. Eine 85 m² große Empore als Tanzfläche auf dem Freideck sowie eine künstlerisch gestaltete »Feature Wall« mit großen LED–Screens in der Lobby gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Das neue Luxusschiff ist wie seine Vorgängerinnen eine Einzelanfertigung, kein Schiff von der Stange. Designer René van der Velden habe eigens für die »RheinGalaxie« ein individuelles Gestaltungskonzept entwickelt, so KD. »Bei einem Schiff dieser Klasse ist ein durchgängiges Design wichtig. Es braucht klare Linien, klare Flächen und ein leichtes, großzügiges Interieur.«

Charakteristisch ist der geradlinige Axtbug, der sich abhebt von klassischen Passagierschiffen mit einem üblicherweise geschwungenen Bug. Der Rumpf zeichnet sich durch eine fließende Linienführung und ein vergleichsweise spitz zulaufendes Vorderschiff aus.

»Mit einem neuen Farbkonzept, das auf den traditionellen KD-Farben basiert, schaffen wir eine besondere und stets dem jeweiligen Anlass angemessene Atmosphäre«, sagt van der Velden. Das wiederum werde durch spezielle direkte und indirekte Beleuchtungseffekte unterstützt. Das Schiff werde auch nach Sonnenuntergang unverwechselbar sein, heißt es. Mit dem Licht-, und Farbkonzept will der Designer dem Schiff ein markantes, klares Erscheinungsbild geben, das transparent, dynamisch und elegant zugleich ist. Das gilt ebenso für die Innenraumgestaltung. Der Designer hat sich – anhand der Wünsche der KD-Verantwortlichen – für eine neutrale Gestaltung mit hellen und dunklen Hölzern und dezenten Farben für die Oberflächen und Polster entschieden.

Schiffsrumpf wird in Rotterdam gebaut

In den kommenden Wochen werden die Möbel, Theken, Bühnen und das Steuerhaus entworfen und gebaut sowie Kühlhäuser, Kücheneinrichtung, Sanitäranlagen, Treppen, Aufzüge und die Antriebstechnik bestellt. Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum neuen Schiff ist der Bau des Schiffsrumpfs, des Kaskos. Das geschieht aktuell auf der NMC-Werft in Nieuw-Lekkerland, etwa 20 km von Rotterdam entfernt. Seit Mitte Juni werden hier Einzelteile aus Stahl- beziehungsweise Leichtmetallblech ausgeschnitten und zu Sektionen zusammengefügt. Diese wiederum werden bei der Endmontage miteinander verschweißt. Im Dezember soll der fertige Schiffsrumpf ins Wasser gehen und nach Lobith zur De Hoop Werft transportiert werden.

»Der Kasko wird geschleppt. Er hat ja noch keinen eigenen Antrieb«, erläutert Fré Drenth, technischer Direkter bei De Hoop. Die gesamte Schiffs- und sonstige Technik, Inneneinrichtung, Küchenausstattung, Kabinen für die Besatzung sowie die Motoren und Fenster werden dann bei De Hoop in Lobith eingebaut.

Ausbau des Charter- und Eventgeschäfts

Das Schiff ist speziell für Veranstaltungen wie Partys, Firmenevents, Theatervorstellun¬gen, Messen, Tagungen oder Gourmetfahrten konzipiert und soll vor allem das Angebot der KD im Großraum Düsseldorf verstärken. KD Geschäftsführer Schloemer erklärt, warum die »RheinGalaxie« nicht wie die übrigen Schiffe der KD für Linienfahrten eingesetzt werden soll. »Auf der,Linie’ ist der Markt weitestgehend gesättigt. Wachstumspotenziale sehen wir aber im Charter- und im Eventgeschäft. Die KD hat hier in den letzten 20 Jahren viele Erfahrungen gesammelt. Jetzt trauen wir uns zu, mit einem reinen Eventschiff in den Markt zu gehen. Damit werden wir die Zukunft unseres traditionsreichen Unternehmens sichern.«

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