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Die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft BEHALA hat mit ihren Partnern die Kiellegung des weltweit ersten emissionsfreien Schubbootes mit dem Namen »Elektra« gefeiert.

Auf der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben (Sachsen-Anhalt) wurde am 4. November das erste Bauteil der »Elektra« feierlich auf Kiel gelegt. Gerd Holbach, Leiter des Projektes und des Fachgebietes Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme an der TU Berlin, erklärte: »In ihrer Vorbildfunktion als weltweit erstes emissionsfreies Schubboot hat die »Elektra« diese kleine Feierlichkeit auf jeden Fall verdient.«

Kiellegung-Elektra 112019
Foto: BEHALA

Die Energiebereitstellung auf dem Kanalschubboot wird erstmalig alleine mittels gasförmigen Wasserstoffs, NT-PEM-Brennstoffzellen und Akkumulatoren erfolgen. Die Fertigstellung durch die Werft soll im 4. Quartal 2020 erfolgen. Anschließend wird eine ausführliche Erprobung des Energiesystems und des Schiffes im Raum Berlin und auf der Relation Berlin – Hamburg stattfinden. Die »Elektra« soll vorrangig im Gütertransport auf der Relation Berlin – Hamburg und im innerstädtischen Verkehr in Berlin eingesetzt werden.

»Großer Schritt nach vorn für umweltfreundliche Transporte in Deutschland«

Unter der Projektleitung des Fachgebietes Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme der TU Berlin sind die Unternehmen BEHALA , Schiffswerft Hermann Barthel, Ballard Power Systems (Brennstoffzellen), Anleg (Wasserstofftanksystem), Schiffselektronik Rostock, EST-Floattech (Akkumulatoren) und Imperial Logistics an der Entwicklung und am Bau der »Elektra« als Partner beteiligt. Die Antriebe für den Neubau liefert Schottel.

»Wir von der Schiffswerft Barthel freuen uns sehr, dass heute die Kiellegung dieses innovativen Schiffes ›Elektra‹ auf unserer Werft stattfindet,« erklärte Corinna Barthel von der Schiffswerft Barthel. »Ein emissionsfreies Schubschiff, das ganz reguläre Transportarbeiten wie in der Berufsschifffahrt üblich durchführt, ist ein großer Schritt nach vorn für umweltfreundliche Transporte in Deutschland. Obwohl das Schiff die Baunummer 210 erhält und tragen wird, ist dies heute erst die fünfte offizielle Kiellegung auf unserer Werft. Daran erkennt man schon, dass die ›Elektra‹ etwas Besonderes für uns ist.«

Berliner Westhafen, Lüneburg und Haldensleben investieren in Infrastruktur

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Quelle: TU Berlin

»Für uns als zukünftiger Eigner der »Elektra« war von Anfang an klar, dass dieses innovative Schubboot dieselben Anforderungen im Betrieb erfüllen muss wie ein konventionelles Schiff und dass in der Perspektive die Betriebskosten in vergleichbarer Größenordnung liegen müssen wie bei einem konventionellen Schiff,« erläuterte Klaus-Günter Lichtfuß in seiner Rede zur Kiellegung.

Das heiße, dass der zu befördernde Schiffsraum, die Betriebszeiten, die Geschwindigkeiten und die Reichweiten in der Schubschifffahrt auf dem europäischen Kanalnetz nicht zu wesentlichen Einschränkungen führen dürfen. Weiterhin müssen die Kosten für Wasserstoff und Ladestrom in einer Größenordnung liegen, die vergleichbar zum Brennstoff für konventionelle Antriebe unter Berücksichtigung des Gesamtwirkungsgrades des Schiffes ist.

»Wenn dies bei der Errichtung der Infrastruktur der Landstationen für elektrisch betriebene Binnenschiffe gelingt, hat diese emissionsfreie Antriebstechnik eine realistische Perspektive in der Binnenschifffahrt sowohl für den Gütertransport als auch für die Personenbeförderung. Deshalb freuen wir uns sehr, dass über den Westhafen hinaus auch die Hafenstandorte Lüneburg und Haldensleben entsprechende Investitionen in die Infrastruktur tätigen und damit erste Stützpunkte für voll elektrische Binnenschiffe«, erklärt die BEHALA.

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