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Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamtes (WNA) Berlin ist mit den Holzungsarbeiten zur Baufeldfreimachung für den Ersatzneubau der Staustufe Steinhavel im Ortsteil Steinhavelmühle von Fürstenberg/Havel begonnen worden.

Der Bau investiert insgesamt 25 Mio. € in das Vorhaben, das den vollständigen Ersatz aller verkehrswasserbaulichen Anlagen sowie die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Staustufe Steinhavel beinhaltet. Die Bauzeit soll vier Jahre betragen.

Die Staustufe Steinhavel aus der Luft.
Die Staustufe Steinhavel aus der Luft. © WNA Berlin

Die Arbeiten umfassen den Neubau einer Betriebswegeanbindung und einer Wehrgrabenüberführung zur Erschließung des Bau- und Betriebsfeldes, den Ersatzneubau eines zweifeldrigen Klappenwehres anstelle des alten Mühlenwehres, den ersatzlosen Rückbau des nicht mehr benötigten Freiarchenwehres, die Nachsorge des Trenndammes zwischen Wehrgraben und Schleusenkanal, den Neubau einer Fischaufstieganlage, einen lagegleichen Ersatzneubau für die Schleuse sowie den Ersatz der Wartestellen im Oberen und Unteren Vorhafen. Der Wiederaufbau einer Bootsschleppe für muskelbetriebene Fahrzeuge sowie die Automatisierung aller Anlagen auf Vollautomatik bzw. die halbautomatische Selbstbedienung durch die Nutzer und die Ausführung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft sind ebenfalls vorgesehen.

Mit dem Neubau der Fischaufstiegsanlage Steinhavel realisiert das WNA Berlin das erste von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) planfestgestellte Projekt zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit bundesweit. Das Gesamtbauvorhaben wurde mit Planfeststellungsbeschluss 3700P-143.3-Mär-28 der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) vom 24. Juli 2018 genehmigt.

Erstes Baulos geht an Strabag

Das erste Baulos mit einem Auftragsvolumen von rund 1,5 Mio. € umfasst neben den Holzungsarbeiten auch den Neubau der Betriebswegeanbindung und einer Wehrgrabenüberführung zur Erschließung des Bau- und Betriebsfeldes. Generalauftragnehmer ist Strabag mit ihrem Standort Lübben. Alle Arbeiten werden von einer ökologischen Bauüberwachung begleitet. Der Straßen- und Schiffsverkehr sei von den jetzt vergebenen Bauarbeiten nicht betroffen, heißt es.

Weitere Baulose befinden sich derzeit noch in der Bauvorbereitung. Dazu zählen auch die lagegleichen Ersatzneubauten für die Schleuse und das Mühlenwehr, welche beide nur mit einer vorübergehenden Vollsperrung der Wasserstraße realisiert werden können. Beide Sperrzeiten sollen in die Winterhalbjahre gelegt werden, damit die Schleuse auch während dieser Baujahre in den Hauptsaisonzeiten betrieben werden kann.

»Wie schon beim Ersatzneubau der Schleuse Fürstenberg/Havel in den Jahren 2009/10, liegt unsere oberste Priorität bei diesem Bauvorhaben auf der Einhaltung der noch konkret festzulegenden Schleusensperrzeiten. Aufgrund des aktuellen Standes der Bauvorbereitung können die Hauptbauleistungen noch nicht ausgeschrieben werden, so dass wir uns entschieden haben, die Arbeiten zur Baufelderschließung gesondert auszuschreiben und vorab auszuführen«, erklärt Rolf Dietrich, Leiter des WNA Berlin.

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