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Der Startschuss für den Aufbau des »Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschiffe« in Duisburg ist erfolgt. Das Land NRW unterstützt das Vorhaben mit 1,5 Mio. €.

Ziel des neuen Projekts sei es, Verkehr von der Straße auf die Wasserstraße zu verlagern. Heute werden in Nordrhein-Westfalen rund 25 % aller Gütermengen mit dem Binnenschiff transportiert.

Für den Aufbau des Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschiffe überreichte Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium NRW, einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 1,5 Mio. €. Empfänger ist das Duisburger Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST).

Simulator als Hilfe für Erprobungen

Aufbau des neuen Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschiffe des DST
Aufbau des neuen Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschiffe des DST. © DST

Das DST wird das Versuchs- und Leitungszentrum zusammen mit seinen Partnern aufbauen. Hierzu gehören die Universität Duisburg-Essen mit den Lehrstühlen »Institut für Schiffstechnik, Meerestechnik & Transportsysteme« und »Mechatronik« sowie die RWTH Aachen mit dem »Institut für Regelungstechnik«. Kernstück des Zentrums ist ein Simulator, mit dem Automatisierungsfunktionen, ferngesteuerte Binnenschiffe und Überwachungs- und Notfalleingriffe bei autonom fahrenden Schiffen erprobt werden können.

»Gerade am Logistikstandort Nordrhein-Westfalen, dem wichtigsten Binnenschifffahrtsland in Deutschland, müssen wir die freien Kapazitäten auf den Wasserwegen nutzen. Dafür werden hier innovative Technologien entwickelt und auch die Chancen der Digitalisierung und Automatisierung genutzt«, sagte Schulte.

Mit zusätzlicher Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sollen bald die Forschungs- und Funktionsentwicklungsarbeiten im Versuchs- und Leitungszentrum beginnen. Die Forscher setzen auf die Entwicklung von Assistenzsystemen und Systemen zum automatisierten und perspektivisch zum autonomen Fahren. Damit könnten zukünftig das nautische Personal entlastet, das Problem des Fachkräftemangels entschärft und die Sicherheit und Effizienz der Binnenschifffahrt erhöht werden.

»Auf Rhein und Ruhr, auf zahlreichen Kanälen zwischen Rhein und Weser, bildet Nordrhein-Westfalen eine ideale Modellregion, um die Chancen autonom fahrender Binnenschiffe mit Elektroantrieb für die Zukunft zu testen«, so Rupert Henn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DST. Mit dem Simulator im Versuchs- und Leitungszentrum werde man bald in der Lage sein, die Binnenschifffahrt immer stärker automatisiert abzubilden.

Reales Testfeld nahe Dortmund geplant

Auf dem Endstück des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) vor dem Hafen Dortmund wird auch ein reales Testfeld für die Zukunft der Binnenschifffahrt in Nordrhein-Westfalen entstehen. Bereits 2021 sollen erste Testfahrten durchgeführt werden.

Ocke Hamann, Geschäftsführer für den Bereich Standort, Digital, Innovation und Umwelt der Niederrheinischen IHK zu Duisburg: »Mit der Expertise aus Wissenschaft und Wirtschaft kann das Potenzial zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiff gehoben werden. Die Bedeutung der Binnenschifffahrt für Nordrhein-Westfalen ist groß, aber sie kann noch stärker werden.«

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