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Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) und das Bundesland Sachsen-Anhalt wollen durch das »Pilotprojekt Klöden« eine weitere Erosion der Flusssohle der Elbe zwischen der Ortschaft Prettin und der Mündung der Schwarzen Elster verhindern.

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben Hans-Heinrch Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), und der Umweltstaatssekretär des Landes Sachsen-Anhalt, Klaus Rehda, heute unterzeichnet. Darin wurde die gemeinsame Durchführung des »Pilotprojektes Klöden« vereinbart. Ziel seien gemeinsame Genehmigungsverfahren und ein uneingeschränkter Informations- und Datenaustausch. Die dabei entstehenden Synergien sollen die folgenden beiden Projekte bei der Planung und Genehmigung unterstützen:

Das »Pilotprojekt Klöden« betrifft Maßnahmen im Bereich der Elbe zwischen der Ortschaft Prettin und der Mündung der Schwarzen Elster. In diesem Abschnitt erodiert seit mehr als 100 Jahren die Flusssohle der Elbe besonders stark. Um einer weiteren Eintiefung des Flussbettes entgegenzuwirken, werden mit dem Pilotprojekt Maßnahmen zur Sohlstabilisierung umgesetzt. Träger des Vorhabens ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Dresden.

Über die sohlstabilisierenden Maßnahmen im Flussbett hinaus wird im unmittelbaren Umfeld des Flusses das Naturschutzgroßprojekt »Mittelelbe-Schwarze Elster« in den kommenden Jahren umgesetzt. Träger des Naturschutzgroßprojektes ist die Heinz-Sielmann-Stiftung. Hauptaugenmerk dieses Projektes liegt auf der Vernetzung der Elbe mit ihrer Aue, vor allem über die Wiederanbindung von abgeschnittenen Altarmstrukturen.

Beide Projekte würden dazu beitragen, die Elbe als Naturraum und Wasserstraße zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten. Mit der Kooperationsvereinbarung ist dafür ein wichtiger Grundstein gelegt worden, so Staatssekretär Rehda.

»Mit der heute unterzeichneten Kooperationsvereinbarung kommen wir dem gemeinsamen Ziel, die Elbe ökologisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln einen entscheidenden Schritt näher«, sagte Witte. Umfangreiche erosionsmindernde Maßnahmen des Bundes würden die Naturschutzprojekte des Landes Sachsen-Anhalt ergänzen. Das sei das richtige Signal für die Zukunft der Elbe.

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