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Transatlantik, Nordostpassage, Seidenstraße: Mit Pilotprojekten auf mehreren wichtigen Handelsrouten will ein neues Konsortium unter Federführung des belgischen Hafens Antwerpen Lösungen für künftige Logistikketten suchen.

Gestern starteten insgesamt 36 Partner von führenden Häfen, Spediteuren, Frachteignern, Logistikanbietern, Wissenschaftsinstituten und Technologiefirmen offiziell das Projekt »ePIcenter«. Es hat eine Laufzeit von 42 Monaten und wird von der EU finanziell im Rahmen des Programms »Horizon 2020« gefördert.

Man wolle Kräfte bündeln, um praxisorientierte Lösungen bereitzustellen. »Diese sollen dazu dienen, Herausforderungen, die aus der zunehmenden Länge, Komplexität und Anfälligkeit globaler Lieferketten entstehen, in Chancen umzuwandeln. Ziel ist es, den nahtlosen Transport von Gütern zu ermöglichen, wobei der Fokus insbesondere auf den technologischen und operativen Möglichkeiten liegt, die Physical Internet, synchromodale Transporte und andere disruptive Technologien wie Hyperloop, Industrie 4.0 und autonome Fahrzeuge bieten«, heißt es anlässlich des Startschusses.

Im Fokus steht ein globaler Ansatz mit einer Reihe von groß angelegten Pilotprojekten auf den wichtigsten Schifffahrtsrouten von Europa nach Kanada und in die USA sowie auf neuen Handelswegen wie der Nördlichen Seeroute und entlang der Neuen Seidenstraße. Man habe sich verpflichtet, Lösungen mit spürbaren Effekten für die nachhaltige Logistikkette der Zukunft zu schaffen.

Demonstrator in Antwerpen

Der Hafen Antwerpen wird neben der Koordination des ePIcenter-Projekts auch einen der groß angelegten Demonstratoren beherbergen. Der »Link of the Future«-Demonstrator soll sich auf die Implementierung der verschiedenen ePIcenter-Innovationen in einem der größten multimodalen Verkehrsknotenpunkte Europas sowie auf die Realisierung des ersten transkontinentalen cyber-sicheren Handelsweges konzentrieren.

Erwin Verstraelen, Chief Digital and Innovation Officer des Hafens Antwerpen, zeigte sich »enthusiastisch«: »Der Hafen Antwerpen und der Hafen Montreal, beides wichtige Knotenpunkte in der globalen Lieferkette, werden als Katalysator für eine Symbiose zwischen den verschiedenen Interessengruppen wirken.«

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