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Unter dem Namen eCap Marine haben sich eCap Mobility und HPE Hybrid Port Energy zusammengetan, um nachhaltige Schiffsantriebe auf Elektro- und Hybridbasis anzubieten – das gaben beiden Unternehmen heute bekannt.

Der Bedarf an emissionsreduzierender Energietechnologie an Bord von Schiffen steigt. Um die Nachfrage »bestmöglich« zu bedienen, wurden das maritime Geschäft von eCap Mobility und das Unternehmen HPE Hybrid Port Energy unter der neuen Firmierung eCap Marine zusammengeführt, heißt es in einer Mitteilung heute. Die Zusammenführung habe bereits zum Jahresbeginn stattgefunden.

Hybrid Port Energy (HPE) ist eine Tochtergesellschaft des Hamburger Schiffszulieferers Becker Marine Systems. Der maritime Geschäftsbereich von eCap Mobility ist ein Anbieter für Elektromobilitätslösungen.

»Mit unserem langjährigen Know-how können wir auf den Bedarf, den die Schifffahrt hier künftig haben wird, nun mit vereinten Kräften antworten«, sagt Lars Ravens, Geschäftsführer von eCap Marine. »Aufgrund der steigenden Nachfrage nach emissionsreduzierender Technologie haben wir uns entschieden, die Systemlieferungen unter der bekannten Marke ›eCap‹ anzubieten, denn damit sind wir schon länger als Nachrüster erfolgreich«, so Ravens weiter. So beschäftigt sich das von Dirk Lehmann gegründete eCap Mobility bereits seit sechs Jahren mit der Elektrifizierung von Fahrzeugen, während HPE bislang die Entwicklung umweltfreundlicher Stromerzeugung mit dem Becker PowerPac und der Becker Power Barge vorangetrieben hat.

Antriebe für professionelle Schifffahrt und Freizeitbereich

Nun bietet eCap Marine diese Technologien und Konzepte sowohl für die professionelle Schifffahrt als auch für den Freizeitbereich an. Der Fokus liegt dabei auf Brennstoffzellen in Verbindung mit Batterien. Dabei können die Becker PowerPacs auch mit den auf der LFP-Technologie (Lithium Ferro Phosphate) basierenden Systemen »Compact Battery Rack« (COBRA) von Becker Marine Systems bestückt werden.

Da die Technik im Freizeitbereich nicht dem hohen Zertifizierungsanspruch der gewerblichen Schifffahrt genügen muss, können die Produkte hier preiswerter, aber trotzdem alle Sicherheitsansprüche erfüllend, angeboten werden, so das Unternehmen.

Brennstoffzellen für Küstenschiffe

Aktuell ist eCap Marine bei der Brennstoffzellennachrüstung und Hybridisierung von Schiffen aktiv. Ein Projekt soll noch im ersten Quartal des Jahres umgesetzt werden, ein weiteres Projekt bis zum Sommer. In beiden Fällen gehe es darum, den Antrieb von sich bereits im Einsatz befindlichen Schiffen im küstennahen und im Binnenbereich auf Wasserstoff-Batterie-Hybrid umzuwandeln. Vom Bund und von der EU werden solche Projekte derzeit sowohl in der Binnen- als auch in der Hafen- und Küstenschifffahrt finanziell gefördert.

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