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Die Arbeiten am Ersatzbau des Schiffshebewerks Niederfinow schreiten voran. So wurde gestern erstmals ein »Bemessungsschiff« erfolgreich im Probebetrieb geschleust.

Der Ersatzneubau für das am Ende seiner Nutzungsdauer angelangte Schiffshebewerk Niederfinow, das einst 1934 in Betrieb genommen wurde, erfolgt seit dem Jahr 2008 im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin (WNA Berlin). Generalauftragnehmer ist eine Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Implenia Construction, DSD Brückenbau, Johann Bunte Bauunternehmung und Siemag Tecberg. Seit September 2021 befindet sich die neue Anlage im Probebetrieb.

Gestern wurde nun erstmals eine Funktionsprobe mit einem »Bemessungsfahrzeug« durchgeführt. Dazu hatte das unter polnischer Flagge verkehrende Schubboot RSP-SB 167 der Rhenus Gruppe einen Verband mit zwei Vorspannleichtern und Gesamtabmessungen von 110,14 m Länge und 11,04 m Breite gebildet und zunächst fünf Kreuzungsschleusungen (Berg- und Talschleusung) erfolgreich realisiert. Das neue Hebewerk ist auf die Passage von Großmotorgüterschiffen der europäischen Wasserstraßenklasse V mit maximal zugelassenen Abmessungen von 110 m Länge und 11,40 m Breite ausgelegt.

»Die Funktionsproben mit einem ›Bemessungsfahrzeug‹ sind wichtig, um das Verhalten des bei der Einfahrt des Fahrzeuges in den Trog verdrängten Wassers zu simulieren und die Steuerung der Hebewerksanlage daraufhin zu optimieren«, erklärt Raphael Probiesch als Baubevollmächtigter des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin.

Das alte Schiffshebewerk Niederfinow wird noch für die Dauer der Gewährleistung für seinen Ersatzneubau betriebsbereit gehalten und danach stillgelegt.

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