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A-Rosa Flussschiff hat bei der niederländischen Concordia Damen Werft ein neues Flusskreuzfahrtschiff mit Batterieantrieb und Luftblasenschleier in Auftrag gegeben. Die Ablieferung ist im Frühjahr 2021 vorgesehen. Ein zweites Schiff könnte 2023 folgen.

Das neue Schiff der Rostocker Reederei ist 135 m lang, 17,70 m breit und verfügt über vier Decks. Somit bietet es mehr Platz als die übrigen Einheiten der Flotte. Die insgesamt 140 Kabinen setzten mit ihrer Großzügigkeit neue Maßstäbe, so die Reederei. 21 m² Platz böten die Doppelkabinen – ein Novum in der Branche. Neben einem vergrößerten Bad verfüge jede über einen eigenen Schlaf- und einen Wohnbereich. Zudem gebe es außerhalb der Family Area ausschließlich Kabinen mit großem Balkon mit Sitzmöglichkeiten für zwei Personen. »Dass wir fast nur noch Balkonkabinen haben, ist die Reaktion auf einen Trend, der sich bei unseren Gästen abzeichnet. Die Nachfrage nach unseren Balkonsuiten ist enorm«, so Jörg Eichler, Geschäftsführer von A-Rosa Flussschiff.

Gemäß den Planungen der Rostocker Reederei soll der Neubau vorwiegend auf dem nördlichen Rhein eingesetzt werden und von Köln aus Amsterdam, Rotterdam, Brügge und Antwerpen anlaufen.

»Neue Ära des Reisens«

Simon Provoost (l.), Geschäftsführer der Concordia Damen Werft, und Jörg Eichler, Geschäftsführer und Gesellschafter von A-Rosa Flussschiff. © A-Rosa
Simon Provoost (l.), Geschäftsführer der Concordia Damen Werft, und Jörg Eichler, Geschäftsführer und Gesellschafter von A-Rosa Flussschiff. © A-Rosa

»Das neue A-Rosa-Schiff ist ein Feuerwerk an Innovationen, die es so weltweit noch auf keinem Fluss gibt. Es wird genau auf unser Städtereisen-Konzept für die ganze Familie abgestimmt sein. Damit leiten wir eine neue Ära des Reisens ein, welche die perfekte Mischung aus Erleben und Erholen bietet«, sagt Eichler. Mit der Concordia Damen Werft habe man den optimalen Partner für dieses Projekt gefunden, denn es sei eine traditionsreiche und zugleich innovative Werft, die für Qualität und Zuverlässigkeit stehe.

Der Umweltschutz liegt A-Rosa nach eigenen Angaben besonders am Herzen. »Wir wollen nicht nur die Naturwelten, die wir bereisen, erhalten, sondern natürlich auch die Städte schützen. Deswegen haben wir uns mit Matthias Lutter als Leiter Neubau einen Profi in Sachen alternative Antriebe ins Haus geholt. Zusammen mit der Werft hat er ein E-Motion Ship entwickelt, das bei Anfahrt der Städte auf Batteriebetrieb umschaltet und diese somit komplett sauber anläuft«, erläutert Eichler. Wie alle anderen Schiffe der Flotte werde auch dieses mit einem Landstromanschluss ausgestattet, so dass die Batterie über Nacht geladen und die Stadt auch emissionsfrei wieder verlassen werden könne.

Innovative Luftblasentechnik für geringeren Kraftstoffverbrauch

Neben den bei A-Rosa bereits üblichen Energiespar- und Umweltschutz-Maßnahmen soll der Kraftstoffverbrauch dank eines optimierten Rumpfdesigns und den Einsatz der »DACS«-Luftblasentechnik – ein Patent der Damen-Werft – reduziert werden. Bereits bei der Indienststellung des zweiten Schiffes, die für 2023 geplant sei, sollen die Innovationen des Prototyps weiter optimiert werden.

»Concordia Damen hat viel Zeit und Energie in den Flusskreuzfahrtmarkt investiert und wir freuen uns, dass dies zu einem Vertrag mit A-Rosa geführt hat. Unsere Arbeit an Innovationen wie emissionsfreiem Batterieantrieb, Rumpfoptimierung und Luftblasen-Technologie stößt bei solch einem zukunftsorientierten Kunden natürlich auf Resonanz, sagt Concordia-Damen-Geschäftsführer Simon Provoost.

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