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Der bayernhafen Nürnberg und der bayernhafen Roth haben den Gesamtumschlag per Binnenschiff und Bahn im vergangenen Jahr um rund 28.000 t auf 4,31 Mio. t gesteigert.

Nach Angaben der bayernhafen-Gruppe legte der bayernhafen Nürnberg beim Schiffgüterumschlag gegenüber dem Vorjahr, als die Beförderung über die Wasserstraße wegen der langanhaltenden Niedrigwasserperiode eingebrochen war, um 15,8 % auf 303.434 t zu. Düngemittel und Steine und Erden wurden am meisten per Binnenschiff transportiert. Der in Nürnberg stark ins Gewicht fallende Bahnumschlag blieb mit 4.006.076 t dagegen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 4.019.388 t). Per Bahn wurden vor allem Container und Mineralölerzeugnisse transportiert.

Hauptaugenmerk liegt auf Binnenschiff und Bahn

»Durch die optimale Verknüpfung der Verkehrsträger leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Verlagerung von Langstreckenverkehren auf Bahn und Binnenschiff«, sagt Alexander Ochs, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg und des bayernhafen Roth, der Hafen Nürnberg-Roth Den Lkw werde man für den Vor- und Nachlauf immer brauchen, ergänzt er. Hauptsächlich setze man aber auf Binnenschiff und Bahn.

In die Vorbereitung von Flächen und in die Hafeninfrastruktur seien an den beiden Standorten Nürnberg und Roth im vergangenen Jahr 1,7 Mio. € investiert worden, so der Betreiber. Darüber hinaus wurde durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer im Dezember ein Förderbescheid für die Erweiterung des Containerterminals im bayernhafen Nürnberg überreicht.

Eine Strategie sei es, Flächen für künftige Nutzungen immer wieder neu vorzubereiten. Ferner sei auch der dritte Logistikneubau von greenfield development im bayernhafen Nürnberg vom Start weg vermietet worden: Mieter der etwas mehr als 8.000 m2 ist seit Mitte Mai 2019 die MTP Messtechnik Produktions GmbH. 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich hier um die Produktion von Mess- und Prüftechnik, die im Energiemanagement von Gebäuden zum Einsatz kommt. Die Unternehmensgruppe Geis ist im bayernhafen Nürnberg durch Flächenerweiterung und -konversion auf eine Gesamtfläche von rund 150.000 m2 gewachsen.

Im Herbst 2019 erfolgte der Spatenstich für eine neue LNG-Tankstelle für Lkw, die Rödl energie und BayWa AG gemeinsam im bayernhafen Nürnberg realisieren. Das flüssige Erdgas ist für den Straßengüterverkehr eine umweltschonende, reichweiten- und leistungsstarke Alternative zum Diesel.