Damen, Taucherglockenschiff, Rhein, Neubau
© Damen
Print Friendly, PDF & Email

Die Damen-Werft in Hardinxveld hat das neue Taucherglockenschiff für die deutsche Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) fertiggestellt.

Auftraggeber ist das FMSW Koblenz (Abteilung Maschinenwesen Südwest), betrieben wird der Neubau künftig vom WSA Rhein. Wie Damen Shipyards jetzt mitteilt, wurde der Bau planmäßig abgeschlossen. Das Schiff habe erfolgreich seine Erprobung bestanden, heißt es.

Es habe eine sehr konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen Parteien gegeben, sagt Damen-Verkaufsleiter Remko Bouma. Trotz der herausfordernden Bedingungen durch die Corona-Pandemie sei eine termingerechte Fertigstellung gelungen.

Das neue Taucherglockenschiff ersetzt die »Carl Straat« (Baujahr 1963). Der Auftrag an Damen im Wert von 23 Mio. € war Ende 2018 vergeben worden. Einsatzgebiet dieses nach WSV-Angaben weltweiten Unikats ist wie bisher der Rhein mit seinen Nebenflüssen. Das Spezialschiff wird benötigt, um verloren gegangene Ladung oder Wrackteile zu suchen und zu bergen. Darüber hinaus kommt es für wichtige Arbeiten an der Gewässersohle oder für Bauwerksinspektionen zum Einsatz. Zudem können mit dem Schiff auch Tonnenverankerungen im Kies- oder Felsbereich hergestellt und Proben-Entnahmen durch Bohrungen mit Stickstoffvereisung durchgeführt werden.

Die moderne Taucherglockenanlage einschließlich der Hebeeinrichtung ermöglicht es den Angaben zufolge, dass das Schiff zukunftig ohne Absenkung sowohl auf dem Rhein als auch auf den staugeregelten Nebenflüssen unterwegs sein kann.

Der Neubau ist mit einem diesel-elektrischen Antrieb ausgestattet, der alle geltenden Normen und Vorschriften zur Abgasnachbehandlung (EU-Stufe V) erfüllt und eine konstante Fahrtgeschwindigkeit von 13 km/h garantieren soll. Mit einer Gesamtlänge von 69 m wird das Schiff 17 m länger sein als die alte »Carl Straat«.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Lieferung der Tauchausrüstung verzögert. Daher wird das Tauchglockenschiff erst im kommenden Sommer statt wie geplant schon 2020 seinen Betrieb aufnehmen. Damen soll die künftige Besatzung bereits einarbeiten.

Teilen: