Die Inneneinrichtung der Brigg ist komplett zerstört. Foto: Stadt Papenburg
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Bei einem Brand im Museumsschiff »Friederike von Papenburg« in der gleichnamigen Stadt ist ein großer Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand.

Zeugen wurden am vergangenen Samstagmorgen gegen 7:25 Uhr auf den Brand aufmerksam und verständigten die Polizei. Aus noch ungeklärter Ursache war im vorderen Bereich des Schiffes unter Deck ein Feuer ausgebrochen. Wie die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim mitteilt, wurde das Schiffsinnere stark beschädigt. Der vordere Teil sei komplett ausgebrannt. Dort befindet sich auch ein Raum, den das Standesamt der Stadt Papenburg als Trauzimmer nutzt. Nach Polizeiangaben brach dort das Feuer aus.

Die genaue Schadenshöhe werde noch ermittelt, heißt es. Der Innenbereich müsse sicherlich komplett saniert werden, so ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Sinken der historischen Einheit drohte demnach nicht, weil die Brigg auf einer unter Wasser liegenden Betonplatte fixiert ist.

Die Ermittlungen zur Brandursache sind noch nicht abgeschlossen. Die Feuerwehren aus Papenburg und Aschendorf waren mit 13 Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften vor Ort.

Bei der »Friederike von Papenburg« handelt es sich um einen Nachbau. Das Schiff, einen zweimastige Brigg, wurde nach alten Konstruktionsplänen in den 1980er-Jahren von angehenden Schiffbauern der Papenburger Meyer Werft rekonstruiert. Die historische Einheit ist Teil eines Freilicht-Schifffahrtsmuseums und dient als Nebenstelle der Touristeninformation der Stadt.

Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) hofft, dass das Schiff wieder repariert werden kann. Er bezeichnete die Brigg als Bestandteil der maritimen Erlebniswelt, die die Stadt gerade aufbaut. Das Schiff sei eines der wichtigsten Wahrzeichen für Papenburg.

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