Zur Reduzierung von Dieselabgasen wird neben der grundsätzlichen Prüfung der Machbarkeit auch analysiert, welche Anforderungen und Lösungsansätze für eine Umrüstung beziehungsweise einen Neubau der Loks bestehen. © Frank Reinhold
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In einem Pilotprojekt wollen der Duisburger Hafen (duisport), DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und ZBT (Zentrum für Brennstoffzellen-Technik) eine Wasserstoffrangierlokomotive testen.

Aktuell befinden sich deutschlandweit noch rund 2.700 Diesellokomotiven im aktiven Rangierdienst. Diese Lokomotiven sind häufig vor dem Jahr 1972 ohne Emissionsregulierung gebaut worden, was die Luftqualität am Einsatzort beeinträchtigt.

Dieser Herausforderung nimmt sich die durch das Land Nordrhein-Westfalen durch progres.nrw – Programmbereich Emissionsarme Mobilität – geförderte Vorstudie von duisport an, um eine langfristige und umfassende Umstellung auf wasserstoffbetriebene Loks zu prüfen. Neben einer grundsätzlichen Prüfung der Machbarkeit, soll konkret analysiert werden, welche Anforderungen und Lösungsansätze für eine Umrüstung beziehungsweise einen Neubau bestehen. Es gelte festzustellen, ob ein Umbau von Bestandsfahrzeugen oder komplette Neubauten anzustreben seien, heißt es.

NRW trägt 50 % der Kosten

Nach Angaben von duisport betragen die Gesamtprojektkosten 185.000 €. Jetzt sei die Förderzusage über 50 % der Kosten des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen offiziell erteilt, teilen die Meidericher mit.

»Mit der offiziellen Förderzusage fällt der Startschuss für eine bis dato einzigartige Studie in einem komplexen Anwendungsfeld«, sagt Alexander Garbar, stellv. Leiter Unternehmensentwicklung und Strategie bei duisport. »Durch den direkten Praxisbezug können wir als Duisburger Hafen einen elementaren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele bieten.« Die erzielten Erkenntnisse sollten auch anderen Häfen und Terminals zur Verfügung gestellt werden.

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