© Kotug
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Mit elektrisch betriebenen Schubschiffen und KI-gesteuerter Dispositions- und Routenplanung will die Schleppreederei Kotug International in der Binnenschifffahrt punkten.

So wolle man die weltweite Energiewende und die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Wasserstraße unterstützen und gleichzeitig die wachsende Nachfrage nach elektrisch betriebenen Schiffen bedienen, erklärt Kotug.

Der Aufbau der Binnenschifffahrtsaktivitäten resultiere aus der Entwicklung einer Reihe modularer und skalierbarer elektrischer Schubboote, der »E-Pusher«-Serie, die durch austauschbare »Energiecontainer« mit Strom versorgt werden. Die E-Pusher-Serie umfasst derzeit drei Modelle mit einer Länge von 5,5 bis 22 m und einem maximalen Tiefgang von 0,45 bis 1,35 m – 30 % weniger als bei herkömmlichen Schubschleppern.

Für den intelligenten Betrieb will Kotug das Dispositions-, Routen- und Reporting-Tool OptiPort einsetzen, ein automatisiertes Dispositionssystem, das auf historischen und Echtzeitinformationen basiert und Hafen- und Terminalinformationen mit dem Schiffsbetrieb verbindet. Das Tool unterstützt Flottenbesitzer bei der Optimierung der erwarteten Abfahrts- und Ankunftszeiten, der Routenführung und der Geschwindigkeitskontrolle, was zu einem reduzierten Energieverbrauch und einer Just-in-Time-Abfahrt und -Ankunft führt.

Das System wird derzeit von Schiffsbetreibern in Australien, Japan, den Vereinigten Staaten, Kanada, Belgien und den Niederlanden genutzt. Mit der Kotug CityBarge ist die Reederei seit Kurzem in der Stadt Leiden mit einem 5,5 m langen E-Pusher aktiv, der in Partnerschaft mit Circle Line Logistics betrieben wird.

Dank dem modularen Ansatz könne die Bauzeit im Vergleich zu herkömmlichen Schiffen um mehr als 25 % reduziert werden, erklärt Kotug. Zusammen mit Partnern hat die Reederei verschiedene Energiecontainer entwickelt, die von Stufe-V-Diesel, (Bio)Gas und Wasserstoff bis hin zu Batterielösungen reichen.

»Der Binnenschifffahrtsmarkt bietet eine große Chance für nachhaltige Logistiklösungen“, sagt Ard-Jan Kooren, CEO von Kotug International. »Der Start mit Aktivitäten für den Binnenschifffahrtsmarkt ist eine natürliche Entwicklung und ein Schritt vorwärts in unserem Bestreben, Teil der Lösung des Übergangs zu einer emissionsfreien maritimen Industrie zu sein.«

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