»ZeroOne« bei der Taufe © Unleash Future Boats
»ZeroOne« © Unleash Future Boats
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Auf der Schlei sollen zukünftig mehr Schiffe ohne Mannschaft unterwegs sein. Das Start-up Unleash Future Boats nutzt den Meeresarm als digitales Testfeld für autonome Schifffahrt.

Der 42 km lange Meeresarm in Schleswig-Holstein wird nun offizielles Forschungsgebiet für teilautonome und autonome maritime Mobilität. Die weiteren Bedingungen dafür werden jetzt im Rahmen des Projekts HANNAH (High Autonomous Navigation with Nautical Artificial Horizon) ausgelotet und definiert. Gefördert wird HANNAH vom Bundesverkehrsministerium (BMVI). Koordinator ist das Schleswiger Start-up Unleash Future Boats. Die Schiffsentwickler erproben dort unter realistischen Bedingungen den autonomen Verkehr auf dem Wasser und optimieren die dafür erforderlichen Systeme. Dabei kommt der Technikträger »ZeroOne« des Start-ups zum Einsatz.

Unleash Future Boats hat bereits neuartige Sensoren entwickelt, die autonomes Fahren auf dem Wasser unterstützen. Diese sollen sich nun im Echtbetrieb beweisen. Hierfür wird die komplette Schlei als digitales Testfeld genutzt. Im zweiten Schritt des Projekts sollen Tests zur Objekterkennung und Umfahrung von Hindernissen durchgeführt werden. Hierfür nutzt HANNAH die »ZeroOne«, die bereits über ein Kamerasystem verfügt, das mit einer Inertial Measurement Unit (IMU) fusioniert und mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet wird. Bis Februar 2023 sollen die Tests abgeschlossen und dokumentiert sein.

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© Unleash Future Boats
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