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Die Hamburger Reiherstiegschleuse wird ab November für den Schiffsverkehr gesperrt. Wie die Hafenbehörde der Hansestadt mitteilt, soll die Sperrung bis Ende 2027 bestehen.

Grund hierfür sei der Neubau der Schleuse sowie der darüberliegenden Straßenbrücken (Hohe-Schaar-Straße) durch die Hamburg Port Authority (HPA). Die Reiherstiegschleuse stammt aus dem Jahr 1904. In ihrer Funktion als Strömungsschleuse erfüllt sie der HPA zufolge wichtige nautische und hydrologische Aufgaben. So reduziere sie zum einen die Sedimentation im Reiherstieg, zum anderen gewährleiste sie die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs. Aufgrund ihres schlechten Zustands sei die Westkammer der Reiherstiegschleuse bereits seit 2003 nicht mehr in Betrieb, so die HPA.

Die Reiherstiegschleuse ist vom 1.11.2022 bis 31.12.2027 für den Schiffsverkehr gesperrt © HPA / René Monreal

Um ihre Aufgaben auch zukünftig zuverlässig erfüllen zu können, baut die HPA nun an gleicher Stelle eine Ein-Kammer-Schleuse. Zudem werden auch die vier über die Schleuse führenden Straßenbrücken abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Querung für den Kfz-Verkehr erhalten. Gleiches gilt für die vier Bahnbrücken, die ebenfalls nutzbar bleiben.

Für die Binnenschifffahrt, die während der Bauphase die Zufahrt zum Reiherstieg über die Rethe nutzt, soll die Flexibilität erhöht werden, indem verlässliche Öffnungszeiten der Retheklappbrücke eingeführt werden. Ab dem 01.11.2022 wird die Brücke montags bis samstags bei Bedarf nach vorheriger Anmeldung beim Leitstand morgens um 6:15 Uhr, mittags um 13:30 Uhr und abends um 20:30 Uhr für die Schifffahrt geöffnet. Für die Seeschifffahrt wird die Brücke weiterhin wie bisher nach Anforderung durch die Nautische Zentrale rund um die Uhr bei Bedarf geöffnet, teilt die HPA mit.

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