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Der Bau der zweiten Schleusenkammer Trier geht planmäßig weiter. Nun wurde das Untertor eingesetzt, ein wichtiger Meilenstein für das Bauwerk, das Ende 2019 für den Schiffsverkehr freigegeben werden soll.

Die Arbeiten an dem Bauwerk starteten mit dem ersten Stemmtorflügel und endeten mit dem Einhub des zweiten Teils des Schleusentores. Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Trier informiert, ist ein Torflügel ca. 13 m hoch und 7,50 m breit. Das Gewicht beläuft sich pro Seite auf knapp 45 t. Dieses Schleusentor mussten die Arbeiter vor Ort passgenau in die Kammernische der neuen Schleusenkammer mittels Schwerlastkran einheben.

Die im Bau befindliche zweite Schleusenkammer in Trier ist die dritte von insgesamt zehn zweiten Schleusen im Bereich der deutschen Mosel. Zeltingen und Fankel verfügen bereits über die zweiten Schleusenkammern und suksessive werden nach Trier die zweiten Schleusenkammern in Lehmen, Wintrich, Müden, Detzem, Enkirch und St. Aldegund gebaut.

Anschließend soll die Schleuse Koblenz, welche bereits über zwei Schleusenkammern verfügt, von Grund auf saniert. Denn vor allem in den Sommermonaten komme es vor den Mosel-schleusen zu langen Wartezeiten für die Güterschifffahrt, da die Personenschifffahrt vermehrt fahre und diese an der Mosel ein Vorschleusungsrecht genieße, so das WSA.

Vorsichtig und passgenau wird das Untertor eingesetzt
Vorsichtig und passgenau wird das Untertor eingesetzt. Foto: WSA Trier

Durch den Bau der zweiten Schleusenkammern würden Wartezeiten reduziert und die Schifffahrt könne ihre Fahrt ohne Verzögerungen fortsetzen. Auch Sperrungen der Schifffahrt aufgrund des Ausfalles einer Schleuse könnten künftig durch die zweite Schleusenkammer vermieden werden. Dies sei vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bauwerke ein wichtiger Gesichtspunkt.

Der Einbau des Untertores sei für die Fertigstellung der zweiten Schleusenkammer in Trier ein weiterer wichtiger Meilenstein. Die Eröffnung für die Schifffahrts ist Ende 2019 vorgesehen.