Der Hamburger Hafen hat 2017 nicht nur an Ladung, sondern auch ein paar seiner Feederdienste an die Wettbewerbshäfen verloren
Ein Feederschiff im Hamburger Hafen. © Wägener
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Der Seegüterverkehr im Hamburger Hafen ließ im ersten Quartal um -7,9% auf 31,9 Mio. t nach. Vor allem aus China sind die Ladungsmengen rückläufig.

Der Containerumschlag sank um -6,6% und erreichte nur noch 2,2 Mio. TEU. Dabei vermeldet der Hamburger Hafen vor allem durch die sinkenden Mengen von und nach China, dem wichtigstem Handelspartner, deutliche Einbußen. »Das Runterfahren der chinesischen Wirtschaft und die ›blank sailings‹ in der Schifffahrt haben zu geringeren Umschlagmengen geführt«, sagt Axel Mattern, Vorstand bei Hafen Hamburg Marketing (HMM).

Das Fahrtgebiet Fernost kam auf insgesamt 579.400 TEU und damit auf knapp 15% weniger als im Vorjahresquartal. Dies sei eine unmittelbare Folge der Coronakrise, hieß es bei der Präsentation der aktuellen Zahlen. Eine Besserung wird frühestens ab Juni erwartet.

Für die im Ranking der Containerpartner an Position zwei folgenden USA konnte im ersten Quartal 2020 dagegen ein Wachstum von 20,7% auf 146.100 TEU erzielt werden. Dies liegt an den vier Transatlantikdiensten, die im Frühjahr 2019 von der Hapag-Lloyd von Bremerhaven nach Hamburg verlegt worden waren. »Diese konnten sich sehr gut entwickeln, vor allem im Containerverkehr mit den Ostküstenhäfen«, sagt Mattern. Auch das an dritter Position liegende Singapur erreicht mit 111.000 TEU in den ersten drei Monaten ein Plus von 10,5%.

Einbußen im Transshipment

Gelitten hat auch der Transhipmentbereich mit einem Rückgang um 10,8% auf 772.000 TEU, ebenfalls als unmittelbare Folge der Coronavirus-Pandemie bzw. deren Auswirkungen. Zuvor hatten bereits Terminalbetreiber wie die HHLA oder Eurogate deutliche Verluste von -12% gemeldet.

Der Hinterlandverkehr mit den Verkehrsträgern Bahn, Lkw und Binnenschiff habe dagegen geringere Verluste hinnehmen müssen. Das Minus (-4%) langte im Containertransport für 1,4 Mio. TEU. Das Bahn-Volumen gab vergleichbar (-4,3%) auf 11,9 Mio. t und 663.000 TEU (-4,6%) nach, bewegt sich aber noch auf höherem Niveau als 2018 (612.000 TEU).

Der Umschlag von Massengut erreichte im ersten Quartal 2020 insgesamt 9,4 Mio. t (-11,9%). Positiv entwickelte sich der Export mit 2,7 Mio. t (+11,9%). Steigerungen gab es demnach bei Getreide (694.000 t / +177%) und Düngemittel (638.000 t / +8,1%).

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