Rhenus, Koppelverbände
Mit zwei neuen Koppelverbänden investiert Rhenus PartnerShip in in die Flotte und entlastet die Umwelt (© Rhenus Transport)
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Mit den nachhaltigen Binnenschiff-Koppelverbänden »Rhenus Mannheim I+II« und »Rhenus Wörth I+II« investiert Rhenus PartnerShip in die Flotte.

Das Millionen-Projekt vereint alle technischen Innovationen, die in der Binnenschifffahrt heutzutage möglich sind, heißt es in einer Mitteilung der Reederei. Mit der Vertragsunterzeichnung sei der Startschuss für den Bau der beiden Koppelverbände bereits gefallen. Die neuen, emissionsarmen Flaggschiffe der Rhenus-Flotte entstehen in der niederländischen Werft Den Breejen. Die Fertigstellung der hybriden Schiffskomplexe ist für September 2023 geplant.

Die Schiffsverbände setzen sich zusammen aus einem Motorschiff und bis zu drei Schubleichtern. Diese Schiffsformationen seien äußerst tragfähig und ermöglichten ein flexibles Ladevolumen, heißt es weiter. Dank der guten Trimmlage mittels Gewichtsverteilung und einem neuartigen Antriebskonzept seien die Schiffe bereits ab einem Tiefgang von 1,20 m einsatzbereit. So können die Koppelverbände auch bei Niedrigwasser problemlos fahren, wodurch sich die Abladeoptimierung erhöht.

Mit der innovativen Schiffskonstruktion werde deutlich an Gewicht eingespart: Das Kaskogewicht des Güterschiffs reduziert sich auf 510 t, während es ein Schubleichter auf 390 t bringt.

Das erste Rhenus-Schiff der neuen Typenklasse, die »Rhenus Mannheim«, besitzt ein vollkommen neues Antriebskonzept, bestehend aus einer Brennstoffzelle auf Wasserstoffbasis, einer skalierbaren und langlebigen Lithium-Ionen-Batterielösung sowie modernsten Generatoren. Ein E-Motor treibt die Schiffswelle an.

Bei der »Rhenus Wörth« werde auf einen Hybrid-Antrieb aus Batterien und emissionsarmen Stage-V-Motoren gesetzt. Das Schiff könne zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls auf Brennstoffzellen umgerüstet werden.

»Bei unseren Neubauten setzen wir auf alle uns zur Verfügung stehenden Innovationen. Wir wollen nicht nur einen Schritt machen, sondern in Bezug auf Nachhaltigkeit richtungsweisend voranschreiten«, sagt Thomas Kaulbach, Geschäftsführer der Rhenus PartnerShip. Durch die Kombination der Antriebstechniken reduzierten sich Schadstoffemissionen bei CO2 und NOx um bis zu 72%.

Rhenus verwirklicht das Großprojekt ohne jegliche staatliche Fördermittel (wir berichteten). Da sich ein Binnenschiff standardmäßig 30 bis 90 Jahre im Einsatz bleibe, sei die Investition in nachhaltige Antriebsmodelle im Güterschiffsverkehr aber äußerst sinnvoll.

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