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Die Mitarbeiter haben am vergangenen Wochenende vergeblich demonstriert: Wie befürchtet, muss die Sächsische Dampfschiffahrt in die Insolvenz.

Der Antrag beim Amtsgericht Dresden ist gestern eingegangen. Grund ist die Zahlungsunfähigkeit des Traditonsunternehmens, nachdem ein in Aussicht gestelltes Darlehen der Sächsischen Aufbaubank nicht ausgezahlt wurde. Zusätzlich hatte die Corona-Pandemie den Saisonstart verzögert, wichtige Einnahmen blieben daher aus.

Die Gesellschaft hatte bereits in den Vorjahren finanzielle Probleme, weil wegen des häufigen Niedrigwassers der Elbe zahlreiche Fahrten ausfallen mussten. Im vergangenen Jahr hatte die scheidende Geschäftsführerin Karin Hildebrandt ein Sanierungskonzept vorgelegt, das auch finanzielle Hilfen vom Freistaat Sachsen vorsah. Diese sollten über die Sächsische Aufbaubank (SAB) ausgezahlt werden. Wegen Unsicherheiten bezüglich des Förderrechts blieb die zweite Rate allerdings aus.

Das Unternehmen will sich morgen zu seiner weiteren Zukunft äußern. Die Sächsische Dampfschiffahrt bietet mit neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Raddampfern sowie zwei modernen Fahrgastschiffen Ausflugs- und Linienfahrten auf der Elbe an.

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