Entlang der Mosel werden neue Fischwechselanlagen errichtet. © Bundesland Rheinland-Pfalz
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Der Bund und das Land Rheinland-Pfalz haben sich auf einen Neubau der Fischwechselanlagen an den Staustufen des deutschen Moselabschnitts geeinigt. Eine entsprechende Zusatzvereinbarung wurde vom Land Rheinland-Pfalz und von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) unterzeichnet.

Damit steige die Chance in der Mosel und ihrer Nebengewässer, Lachs, Meerforelle, Aal und Maifisch wieder heimisch werden zu lassen und damit einen guten Gewässerzustand zu erreichen, so Umweltministerin Ulrike Höfken.

Die Vereinbarung ergänzt die 2009 geschlossene und 2011 angepasste Kooperationsvereinbarung zum gemeinsamen Vorgehen bei der Planung und Realisation von Fischwechselanlagen an den zehn Staustufen der Mosel zwischen Koblenz und Trier. Die neuen Anlagen dienen der Herstellung der Durchgängigkeit der Mosel für Wanderfische wie zum Beispiel dem Lachs, und damit dem Erreichen der Bewirtschaftungsziele gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie. Sie seien als naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahme für den Bau der zweiten Schleusenkammern an der Mosel anerkannt, heißt es.

»Mit der Zusatzvereinbarung intensivieren wir die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz. Gemeinsam fördern wir das Potenzial der Mosel, verkehrlich und ökologisch – eine echte win-win-Situation«, so Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Ökologische Durchgängigkeit wiederherstellen

Mit der Vereinbarung wird die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Mosel vorangebracht. Ab sofort verstärkt der Bund sein Engagement und finanziert siebeneinhalb Stellen beim Land, die bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord angesiedelt werden, und richtet beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Mosel-Saar-Lahn eine neue Koordinierungsstelle ein. Der Bund übernimmt weiterhin die gesamten Planungs- und Baukosten, das Land die Planungs- und Bauleitung.

In den vergangenen Jahren haben Bund und Land die fachlichen Grundlagen für die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Mosel geschaffen. Im Rahmen der Vereinbarung wurde in Koblenz bereits eine Fischwechselanlage fertiggestellt und in Lehmen mit dem Bau einer weiteren begonnen.