Kleinhüningen gehört zu den Schweizerischen Rheinhäfen
Kleinhüningen gehört zu den Schweizerischen Rheinhäfen. (Foto: Patrick Walde)
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Das Umschlagsergebnis der Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) nach neun Monaten 2020 liegt 16 % unter der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Der Vergleichszeitraum 2019 sei allerdings »ziemlich stark« ausgefallen, weshalb es den zweistelligen Rückgang zu relativieren gelte, erklärt der Hafenbetreiber. Die Covid-19-Pandemie sorgte im ersten und teilweise zweiten Quartal für eine Delle, es kam aber nicht zum befürchteten Einbruch. Vielmehr konnte die Binnenschifffahrt in der Krise ihre Stärken ausspielen und ihre wichtige Rolle für die Landesversorgung jederzeit sicherstellen. Hauptverantwortlich für den Umschlagsrückgang ist der Import von Mineralölprodukten – als weiterhin wichtigstes Gütersegment – mit einem Minus von 17 % gegenüber dem 1. Semester 2019. Das Ergebnis im Containerbereich liegt um rund 10 % unter der Vorjahresperiode.

4 Mio. t wurden in den ersten drei Quartalen 2020 in den Schweizerischen Rheinhäfen umgeschlagen. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es 730.000 t mehr. Die stark von der Entwicklung der Mineralölverkehre abhängigen Muttenz-Auhafen (-28 %) und Birsfelden (-16 %) büßten relativ viel ein, in Kleinhüningen (-9 %) musste aufgrund der Entwicklung im Container- und teilweise im Agrarbereich ein kleineres Minus hingenommen werden. Der Import- oder Bergverkehr in allen drei Häfen – mit knapp 3,4 Mio t der wichtigere der beiden Sektoren – sank gegenüber der Vergleichszeit des Vorjahres um 15,6 %, der Export- oder Talverkehr bei knapp 630.000 t um 17,8 %.

Im Containerverkehr wurden in den Rheinhafenterminals wasserseitig 83.294 TEU umgeschlagen. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres resultierte ein Minus um 10,5 %. Dazu muss angemerkt werden, dass in der 2019er-Summe 4.607 TEU Sonderumschlag aus der Baustelle Kesslergrube inbegriffen sind. Dieser Faktor entfiel in der Berichtszeit. Berücksichtigt man dies, so halbiert sich der Rückstand gegenüber den ersten drei Quartalen 2019 auf 5,9 %. »Dass auch unter Berücksichtigung dieses Sonderfaktors mit dem Vorjahres-Resultat nicht gleichgezogen werden konnte, liegt daran, dass die Vergleichsperiode eine sehr starke war und der August 2020 ungewöhnlich schwach war. Dabei handelte es sich um einen ›Ausreisser‹. So lag das Resultat im September 2020 bereits wieder auf dem Niveau des Vergleichsmonats 2019«, heißt es.

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