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Im Mittellandkanal kam es heute zu einer Gewässerverunreinigung, das teilt die Polizei Sachsen-Anhalt mit.

Den Angaben der Polizei zufolge ging gegen 11:10 Uhr ein Notruf ein, dass im Mittellandkanal in der Nähe der Ortslage Vahldorf, Landkreis Börde, eine Gewässerverunreinigung eingetreten ist. Als Polizeibeamte der Wasserschutzpolizeistation Haldensleben und des Wasserschutzpolizeireviers Magdeburg vor Ort eingetroffen sind, habe sich der Sachverhalt bestätigt.

Die Verunreinigung, welche sich als regenbogenfarbene Oberflächenablagerung darstellte, erstreckte sich über circa 25.000 m². Ursächlich dafür sei nach erstem Ermittlungsstand ein polnisches Gütermotorschiff, welches vermutlich einen technischen Defekt aufwies. Um welchen Stoffes sich bei der Verunreinigung handelt, soll eine chemische Analyse im Landeskriminalamt ergeben. Zu diesem Zwecke wurden Gewässer- sowie Vergleichsproben vom GMS entnommen.

Durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen, bis dieser technische Defekt behoben wurde. Aktuell tritt kein weiterer Stoff aus, welcher das Gewässer weiter verunreinigen könnte, so die Polizei.

Mittels einer Drohne wurde das Gesamtausmaß dokumentiert und im Zusammenwirken mit dem Umweltamt des Landkreises Börde, der Feuerwehr und dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt seien alle weiteren Maßnahmen eingeleitet worden.

Die Bundeswasserstraße Mittellandkanal musste kurzzeitig für die Schifffahrt gesperrt werden. Durch die Wasserschutzpolizei wird ein Strafverfahren eingeleitet und die Ermittlungen werden fortgeführt.

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